Schwangerschaftsmode · Style

Hilfe! Ich bin schwanger und habe nichts zum Anziehen…

So liebe Mädels, hier wollte ich ein bisschen auf Schwangerschaftsmode eingehen, denn für uns Frauen ist Kleidung doch ein ziemlich wichtiges Thema und ich kann Euch beruhigen in der Schwangerschaft kann man sich schön und stilvoll kleiden!

Je nachdem wie Euer Bauch wächst kann es sein das ihr erst relativ spät „Umstandsmode“ braucht. Irgendwie ist Umstandsmode wirklich kein schöner Begriff, dabei muss ich immer an Omaschlüpfer und Gesundheitslatschen denken – deswegen sage ich lieber Schwangerschaftsmode oder Belly-Style.

Eure Oberteile (Blusen, Pullover, T-shirts etc.) werdet ihr wahrscheinlich relativ lange tragen können, wahrscheinlich bis zum 5 Monat oder länger. Es kommt natürlich sehr stark auf den Schnitt an. Ich habe noch bis zum 8ten Monat einige Oberteile tragen können, weil sie entweder sehr weit oder streckbar waren. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden Eure Oberteile aber zu kurz werden, weil der Bauch den Stoff hochzieht. Das ist der späteste Zeitpunkt an dem Ihr euch nach neuen Oberteilen umsehen werdet. Aber auch hier muss es nicht unbedingt spezielle Schwangerschaftskleidung sein, ihr könnt auch einfach etwas größere Oberteile kaufen. Der Vorteil an der Schwangerschaftsmode ist, dass Ihr meist die selbe Konfektionsgröße wie vorher tragen könnt (= guter Sitz an Schultern, Armen), der Stoff aber am Bauch entsprechend elastisch oder ausgestellt ist.

Ein größeres Problem stellen (für mich) die Unterteile dar wie Jeans, Leggins, Strumpfhosen): Hier gibt es einige Optionen. Wenn die Hosen anfangen am Bauch eng zu werden kann man folgenden Trick anwenden: Haargummi am Knopfloch ziehen und befestigen und das andere Ende am Knopf befestigen: so gewinnt ihr ein paar Zentimeter Umfang. Es gibt auch Bunderweiterung mit mehreren Knopflöchern (siehe Bild).

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Hosenbunderweiterung

Darüber solltet ihr möglichst ein langes Oberteil tragen damit die halbgeöffnete Hose nicht auffällt. Alternativ kann man auch ein Bauchband kaufen und die Hose oder kürzer werdende Oberteile damit kaschieren. Ein Bauchband ist angeblich ein „must have“ für die Schwangerschaftsmode, aber ehrlich gesagt habe ich mir keins gekauft, weil es nicht zu meiner Kleidung gepasst hat. Außerdem war ich hauptsächlich in der kalten Jahreszeit schwanger (von September – Mai) und habe daher hauptsächlich lange Pullover getragen.

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Hier ein Beispiel für ein Bauchband. Quelle: baby-walz.de

Ich persönlich hatte einige Probleme mit den Hosen in der Schwangerschaft: ich bin eigentlich eine 98% Jeansträgerin am liebsten in skinny, boot cut o.Ä. Als ich schwanger war, konnte ich ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat einfach keine Jeans mehr tragen. Es hat meinen Bauch oder die Leiste einfach unangenehm eingeengt. Meine Lieblingsschwangerschafts-Unterteile wurden mit der Zeit Leggins, Treggins und Strumpfhosen. Die waren einfach so bequem, schneiden nirgendwo ein und wachsen bis zu einem bestimmten Grad mit.

Generell gibt es bei den Schwangerschaftsunterteilen zwei Typen von Hosen: Unterbauchbund und Überbauchbund-Hosen.

  • Unterbauchbundhosen haben einen elastischen Bund und hören meist knapp unter oder auf dem Bauchnabel auf.
  • Überbauchbund-Hosen haben einen elastischen Bund oder Stoff (bei Jeans) der bis zu den oberen Rippen (Magenbereich) reichen kann.
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Quelle: http://www.esprit.de

Was einem am ehesten zusagt muss jeder selbst entscheiden und ausprobieren. Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich einige Probleme mit der Überbauchbundvariante hatte, weil sie zum Beispiel bei einer Jeans leicht runterrutschen können oder sie nach dem Sitzen immer hochziehen muss. Außerdem hatte ich in der späteren Schwangerschaft oft ein unangenehmes Druckgefühl, durch den Bund, auf dem Magen. Dadurch wurde mir oft übel und ich fühlte mich einfach nicht wohl. Besser war es mit dem Überbauchbund bei Strumpfhosen und manchen Leggins, da kommt es aber auch auf die Stärke und Qualität des Bündchens an. Am besten kam ich aber mit Unterbauchbund-Hosen klar. Ich hatte mir mal eine Treggings von Esprit (im Angebot!) geholt und die trage ich immer noch (10ter Monat). Sie ist schön elastisch, hält gut (ich muss nirgendwo nachziehen) und sieht auch noch sehr gut aus. Der Einzige Nachteil bei Unterbauchbund Hosen ist, dass man in der voranschreitenden Schwangerschaft ziemlich häufig auf Toilette muss. Der Unterbauchbund kann den Druck auf die Harnblase noch etwas erhöhen und man muss häufiger auf  die Toilette.

Ein Tipp für Unterteile: Achtet darauf, dass sie einen verstellbaren Hosenbund haben. Am Bund gibt es auf beiden Seiten eine Knopfleiste mit der Ihr die Weite des Bündchens einstellen könnt. Das ist super praktisch für die voranschreitende Schwangerschaft und den wachsenden Bauch! Ansonsten kann es passieren, dass ihr noch mal Geld für eine größere Hose ausgeben müsst.

Knopfbund
Knopfleiste am Hosenbund

Hier muss ich noch mein Lieblingsteil in der Schwangerschaft präsentieren:

DER JOGGER

Jogger H&M
Jogger für gemütliches rumlümmeln auf dem Sofa.

Ich lieeeebe meinen Jogger von H&M!!! Es war die beste Entscheidung meines Lebens Geld in dieses Kleidungsstück zu investieren. Es fühlt sich einfach wie eine zweite Haut an, es drückt und zwickt nicht und ist perfekt für gemütliche Abende (oder den ganzen Tag) auf dem Sofa.

Falls ihr nicht wisst wo ihr Schwangerschaftsmode findet, ich habe hauptsächlich in den folgenden Shops eingekauft oder kann diese empfehlen (es gibt aber natürlich viele weitere Marken):

H&M

Esprit

BonPrix

Mama licious

Asos

Liebe Grüße

Helen

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3. Trimester Rückblick

Das dritte Trimester verläuft nach dem Motto: langsam rückt die Geburt näher. Verglichen zu dem ersten Trimester, was so gar nicht rumgehen wollte verging das zweite Trimester umso schneller und das dritte? Ich hatte den Eindruck nach dem ich den 6. Schwangerschaft Monate erreicht hatte, ging plötzlich alles ganz ganz schnell. Im ersten und zweiten Trimester schwebte ich noch auf einer Art Schwangerschaftswolke. Das heißt ich konnte mich auf der Arbeit nicht mehr so gut konzentrieren, alle meine Gedanken drehten sich um die Entwicklung des Fötus, Babykleidung, Möbel und die ganzen Veränderung die uns noch bevorstehen. Meine Gedanken kreisten also immer um die Schwangerschaft. Im Januar, als die Mutterschutzfrist immer näher rückte, hatte ich aber endlich meinen Ehrgeiz und Elan für die Arbeit wieder, wodurch der Arbeitstag viel schneller rumging. Auf der Arbeit wollte ich so viel wie möglich fertig machen, um kein Chaos oder unfertige Projekte an meine Kollegen zu hinterlassen. Das einzige Problem mit der Arbeit war, dass ich fast den ganzen Tag sitzen musste. Ich hatte ziemlich unangenehme Rückenschmerzen, die in einer Woche sogar zu Ischias Schmerzen wurden. Irgendwann habe ich angefangen ein Kissen zwischen Sitzlehne und Rücken zu positionieren, das hilft den unteren Rücken aufrecht zu halten. Außerdem habe ich versucht 1x die Woche schwimmen zugehen. Das wichtigste dabei ist es wohl regelmäßig zu betreiben, denn erst dann spürte ich eine Erleichterung.

Irgendwann mit 30+ bekam ich auch noch Sodbrennen, das ist wirklich unangenehm. Nach jeder Mahlzeit muss man Angst haben, dass dieses doofe Gefühl im Magen und Kehle wiederkommt. Ich habe natürlich nach Tipps gegoogelt und muss sagen mir hat Milch trinken und vor allem Mandeln essen geholfen.

Im Januar hatten wir gegen jede Erwartung ein Heim für uns gefunden und mussten einiges mit Behörden/ Banken/ Vorbesitzern klären. Diese Zeit war wirklich anstrengend, 10h Arbeit+pendeln dann zwischendurch Behörden/Banken anrufen oder nachmittags irgendwelche Termine. Puhh, zum Glück war zum Ende Februar alles erledigt und wir konnten anfangen den Umzug vorzubereiten. Ich war also im 7ten/ 8ten Monat schwanger und jetzt noch mal komplett umziehen an einen neuen Ort wo man noch keinen kennt. Ihr könnt euch vorstellen wie aufgewühlt ich an manchen Tagen war, denn ich hatte mich geistlich schon drauf eingestellt, dass ich das Baby erstmal in unserer Wohnung großziehe. Außerdem musste das Einrichten des Babyzimmers wieder verschoben werden. ARGH!

Zum Glück hatte ich noch 15 Tage Urlaub für das Jahr und habe diese direkt vor meinem Mutterschutz genommen, das heißt ich war in der 33 SSW. raus aus der Arbeit und konnte mich langsam um das Einpacken der Sachen kümmern. In diesem Trimester hatte ich immer das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit habe, um mich auf die Schwangerschaft einzulassen oder sie bewusst wahrzunehmen (zum Glück wurde das aber irgendwann besser).

Nunja als der Umzug nun anstand habe ich natürlich nicht viel gemacht also nichts schweres getragen o.Ä. aber es war trotzdem ziemlich aufregend. Auch die Wochen danach musste ich noch einige Besorgungen für das Haus machen, da uns einfach sehr viel Möbel und Zubehör fehlte. Außerdem konnte ich endlich das Babyzimmer fertig machen! Hier sehr ihr das Mobile was ich über der Kommode hingehängt habe. Es kam aber natürlich wie es kommen sollte, in der 35. SSW zeigte das CTG leichte Wehen. Alle meine Kolleginnen hatten mich schon davor gewarnt, dass sie nach dem Umzug mit Wehen im Krankenhaus lagen, aber ich dachte natürlich nee das passiert mir schon nicht. Nun denn die Kontraktionen waren zum Glück nicht so stark und ich fühlte mich auch gar nicht danach. Klar der Bauch wurde hart, aber das es Wehen waren, war mir nicht so bewusst. Meine Frauenärztin schaute nach dem Gebärmutterhals und auch er hatte sich von 3 cm auf 2 cm verkürzt. Zum Glück war die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten, sonst hätten sie mich bestimmt ins Krankenhaus gebracht, aber so habe ich Schonung und Magnesium+Bryphyllum verschrieben bekommen. Magnesium habe ich übrigens schon die ganze Schwangerschaft über genommen, weil ich immer so ein Ziehen und Drücken im Unterleib hatte, das hat mir wirklich geholfen und ich hatte diese Beschwerden seltener. Nach Ostern also zum Ende der SSW 36+ habe ich alles abgesetzt, damit die richtigen Wehen nicht „aufgehalten“ oder verzögert werden.

Ich bin jetzt bei 38+ SSW und ich fühle mich langsam wie ein Walross. Der Bauch ist so groß geworden und schränkt mich immer mehr in der Bewegungsfreiheit ein. Wenn ich mal aufstehen will, muss Ich mich vom Sofa oder Bett runterrobben, ich glaube das sieht sehr ulkig aus. Ich spüre den Bauch plötzlich an irgendwelchen Gegenständen andocken usw. Ich hatte eine größtenteils schöne und komplikationsfreie Schwangerschaft, aber langsam habe auch ich keine Lust mehr. Alles ist so anstrengend: beim Spazierengehen komme ich ziemlich schnell aus der Puste und danach schmerzt das Becken irgendwie, als ob sich die Sehnen/Bänder lockern. Ich kann nicht mehr so lange Autofahren, weil mein Magen beim sitzen so sehr zusammengedrückt wird. Ich habe überall Verspannungen durch die wenige Bewegung, ja so langsam darf er kommen. Mal sehen wann er sich auf den Weg macht. Wir sind vorbereitet und voller Vorfreude.

Eure Helen

Allgemein

Warten, Warten, Warten…

Ich nähere mich langsam dem Entbindungstermin und meine innere Unruhe steigt. Scheinbar lässt sich der Kleine aber davon nicht beeindrucken, alles relativ ruhig da drinnen. Ich habe im CTG schon ein paar Kontraktionen gehabt aber nichts wildes oder nichts was wirklich wehtun würde. Mein Bauch wird dann hart und ich verspüre ein ziehen im Unterleib, ähnlich wie bei der Menstruation, aber nichts wo ich sagen würde jetzt geht’s los. Der Kopf scheint auch schon sehr tief im Becken zu sein, meinte jedenfalls meine Hebamme und die Frauenärztin, aber der Muttermund ist wohl noch verschlossen. Verdammt! langsam wünsche ich mir wirklich das es bald losgeht. Das Gewicht des Bauches drückt schon ziemlich unangenehm nach unten und ans Durchschlafen ist auch nicht mehr zu denken. Ich muss mich quasi aus dem Bett „wuppen“, weil die Bauchmuskeln nicht mehr so wie früher funktionieren. Der ständige Harndrang ist auch nicht so toll…Auf jeden Fall schone ich mich nicht mehr. Ich mache den Haushalt, gehe Spazieren, Einkaufen, aber dadurch ist man relativ schnell erschöpft, so dass ich mir meine Kraft einteilen oder priorisieren muss. Außerdem kehrt in den arbeitsfreien Alltag eine gewisse Langeweile ein. Erst mal ausschlafen (ich brauche ja die Kraft für die Geburt), dann Frühstücken, aufräumen, Fernsehen gucken oder was lesen, dann kommt schon bald mein Mann nach Hause und dann ist schon Abend und man kann wieder ins Bett. Klingt langweilig oder? Ich versuche mich so gut es geht mit Hobbys abzulenken (häkeln, ich versuche mit dem Nähen anzufangen, lesen usw.), eigentlich geht der Tag doch recht schnell rum, aber man hat nicht mehr das Gefühl etwas „geschafft zu haben“.

Natürlich mache ich mir auch einige Gedanken um die Geburt und die Schmerzen dabei. Zeitweise hatte ich richtig Panik bekommen: schaffe ich das überhaupt? vielleicht sind die Schmerzen doch viel schlimmer als ich mir das vorgestellt habe? Eigentlich war ich immer recht cool und hab mir gut zugeredet „das wird schon, Hauptsache nicht in Panik verfallen und ruhig atmen“…aber ob das ausreicht? Mal sehen..Ich glaube dieses überdrüssige Gefühl ist gar nicht mal so schlecht, um die Angst vor der Geburt zu verlieren. Langsam bin ich so weit, dass ich die Geburt einfach nur hinter mich bringen will um das kleine Wunder endlich im Arm halten zu können.  Drückt mir die Daumen, dass es bald losgeht!

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2. Trimester: Rückblick

Überall liest man, dass das zweite Trimester das schönste ist, weil man sich nun wieder fit und ausgelassen fühlt und langsam auch ein kleines Bäuchlein sieht. Diese Aussage kann ich nur bestätigen! Ab ca. der 16 SSW fühlte ich mich wieder total fit. Die Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden waren wie weggeblasen und ich fühlte mich richtig gut.

Ich glaube so richtig schwanger fühlt man sich erst, wenn man den Fötus selber spüren kann. Leider kam ich erst relativ spät in diesen Genuss, weil ich eine Vorderwandplazenta hatte. Meine Vorderwandplazenta lag quasi hinter der Bauchdecke, sodass ich die Bewegungen des Kleinen bzw. seine Tritte erst ab ca. SSW 26 wahrnehmen konnte. Ich denke vor den Tritten konnte ich auch schon leichte Bewegungen wahrnehmen, aber ich wusste nicht dass es vom Baby kommt. Die aller ersten Bewegungsanzeichen kamen ab der 18. SSW und ich würde sie als aufsteigende Bläschen oder so ein Gewimmel in den Innereien bezeichnen, vielleicht so als ob ein Fisch in den Innereien rumschwimmt. Klingt irgendwie komisch, aber mir fehlen die richtigen Worte für das Gefühl, verzeiht mir bitte!

Wenn der kleine heranwächst werden seine Bewegungen stärker und auch spürbar. Ich fand es so schön den kleinen ab ca. der 26. SSW spüren zu können. Endlich war eine Verbindung da an der ich merken konnte dass es dem Kleinen gut geht! Ab diesen Zeitpunkt hatte ich die ganzen Kontrolltermine eigentlich nicht mehr nötig, denn ich hatte einfach im Gefühl dass alles in Ordnung war.

Viele Frauen machen sich vor und während der Schwangerschaft ziemlich viele Gedanken um ihre Figur und Gewicht. Zu mir muss ich sagen, ich hatte einen normalen BMI und laut vielen Informationsquellen nimmt eine normal gewichtige Frau zwischen 10-16kg zu. Bei mir fing die Gewichtszunahme ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat an. Ich habe ziemlich konstant jeden Monat um die 2 kg zugenommen und das war ok für mich. Meine psychologische Gewichtsgrenze lag bei 20 kg, die wollte ich auf keinen Fall überschreiten. Frau ist dann doch etwas eitel hehe…Gehungert oder sowas habe ich nie. Ich habe mich möglichst ausgewogen ernährt, aber auch mal gesündigt, das gehört zur Schwangerschaft, wie ich finde, auch dazu! Ich hatte aber keine komischen Gelüste wie man sie im Fernsehen sieht oder den Klassiker hört: eingelegte Gurken mit Sahne oder was Süßem. Das Einzige was mir bei der Ernährung aufgefallen ist, war mein erhöhter Appetit aufs Fleisch. Ich konnte plötzlich jeden Tag etwas Fleischhaltiges essen, wahrscheinlich bedingt durch meinen niedrigen Eisenwert im Blut. Das Einzige worauf ich geachtet habe war, nicht kurz vor dem Schlafengehen zu essen. Das heißt nichts mehr nach 19/20 Uhr. Darauf habe ich aber auch schon vor der Schwangerschaft geachtet, denn dann ist mein Schlaf zu unruhig und nicht wirklich erholsam.

Irgendwann in der Mitte der Schwangerschaft hatte ich eine totale Panikattacke was das Anschaffen von Babysachen angeht. Ich dachte plötzlich „oh nein, was ist wenn es zu früh kommt und ich habe noch gaaar nichts gekauft. Das arme Kind hat dann gar nichts zum Anziehen!“ Tja und dann habe ich mich auf den Weg in den nächsten Babyfachmarkt gemacht und unendlich viele Stunden in online Shops verbracht. Mein größtes Problem dabei war, dass ich gar nicht wusste welche Größe ich überhaupt kaufen soll. 50,56,62?? Und wie vieeeell? Ich glaube ich habe jetzt ungefähr 6 Bodies von 56 und 62, aber zu meinem erschrecken braucht man ja mehr als nur Bodies, sondern auch noch Strampler, Unterteile (Strumpf-,Hosen), Jäckchen. Wie viele Schichten zieht man einem Baby überhaut an? Ohje das war vielleicht ein Chaos. Ich weiß jetzt, dass man einem Baby etwa eine Schicht mehr anziehen soll als man selbst trägt und ob es schwitzt oder friert kann man am Nacken erspüren. Puhhh na hoffentlich wird das was. Ich kaufe jetzt nichts mehr und schaue erst mal womit ich am besten klar komme. Jeder Mutter hat da ihre eigenen Vorlieben, so wie ich das gehört habe.

Generell kann man sagen, dass ein Baby so einiges kostet…Kinderwagen, Autositz, Babyzimmermöbel (Bettchen, Kommode etc.), Kleidung, Spielsachen, Zubehör und dann fragt man sich immer brauch ich den Kram wirklich? Ich warte nun erst mal ab wie sich das alles entwickelt und was man im Alltag wirklich braucht und was nicht…Die Geschäfte haben zum Glück auch noch nach der Geburt auf!

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1. Trimester Rückblick

Die Schwangerschaft neigt sich langsam dem Ende hin und ich habe mir überlegt einen kleinen Rückblick bzw. ein Resümee über die drei Trimestern zu ziehen.

Ganz am Anfang stand natürlich das schwanger werden im Mittelpunkt. Mein Mann und ich waren sehr gespannt wie schnell oder langsam die ganze Angelegenheit wohl dauern wird. Am Anfang hat wohl jeder die heimliche Sorge, ob es überhaupt klappen wird. Bis dato macht sich wohl kaum jemand Gedanken über die eigene Fruchtbarkeit, obwohl die Statistik eine ziemlich klare Sprache spricht. Frauen mit 20-25 Jahren sind am Fruchtbarsten, danach geht sie langsam aber sicher zurück. Naja wir wollten nicht gleich vom schlimmsten ausgehen, aber ich finde man setzt sich doch leicht unter Druck wenn man weiß, dass man nicht mehr im optimalen Alter ist und der optimale Zeitpunkt einer Befruchtung sich auf 2 Tage pro Monat beschränkt. Bei all diesen Gedanken um die Fruchtbarkeit hat es bei uns doch ziemlich schnell geklappt, genau gesagt nach dem dritten Monat. Man liest zwar überall dass bis zu 1 Jahr „probieren“ normal sein kann, aber ich weiß nicht ob ich es soo lange ausgehalten hätte. Ich war schon ziemlich ungeduldig und hab uns beide etwas unter Druck gesetzt…Rückblickend total dämlich und eher kontraproduktiv für die ganze Angelegenheit, aber ich hatte es mir so sehr gewünscht! Bei dem nächsten Kind wäre ich natürlich auch viel entspannter und würde nicht immer auf meine Menstruations-App schauen, um die fruchtbarsten Tage zubestimmen…

Jedenfalls eines Tages kam meine Periode nicht und ich entschloss einen Schwangerschaftstest zu machen. Ich ging also in einen Drogeriefachmarkt und besorgte mir einen Schwangerschaftstest und TADA er war POSITIV!!! Jipi worauf ich gewartet habe hat sich endlich erfüllt! Zur Sicherheit habe ich noch einen zweiten Test gemacht, der das erste Ergebnis zum Glück bestätigte. Meinem Ehemann habe ich es wie folgt offenbart: der positive Test wurde als Geschenk verpackt  und ihm vor die Nase gestellt – er hat sich ebenfalls riesig gefreut und wir beide waren einfach nur glücklich.

Erlebnis Schwangerschaft beginnt:

In den ersten Wochen war eigentlich alles wie immer. Ich habe keinen Unterschied gemerkt, das Baby ist ja nur ein Zellhaufen.

Ich frag mich wo dieses Bild herkommt dass Schwangere nur am Essen sind, das erste was ich darüber lernte war, dass Schwangere sich in ihren Essgewohnheiten ganz schön einschränken müssen. Bloß keinen geräucherten Schinken, Lachs oder Salami essen. Aber ich liiieeeebbbe doch Salami, das ist so ziemlich die einzige Wurst die mir wirklich schmeckt. Verdammt noch mal! Ok erst mal drauf verzichten…

Dann wird immer impliziert, dass auf ungewaschenen Lebensmitteln über all Toxoplasmose lauert, also alles gut abwaschen etc. Ganz zu schweigen von Produkten wo rohe oder nicht durchgegarte Lebensmittel verarbeitet werden alá Mayonnaise (Ei), Pasteten, Steaks (raw), Sushi…alles voll mit irgendwelchen Bakterien! Wie habe ich das ganze Zeug nur vorher essen können. Alles was in diesen Ratgebern stand habe ich erst mal weggelassen.

Neben der Panik vor den Bakterien, kam natürlich die Sorge um die Entwicklung des Embryos. Im ersten Trimester ist das Fehlgeburtsrisiko am höchstens, denn in dieser Phase werden alle Anlagen für das spätere Baby gelegt. Geht bei diesem Prozess etwas schief, kann es sein das es nicht lebensfähig ist und vom Körper entsprechend abgestoßen wird. Ist von der Natur sinnvoll erdacht, ist es für die werdenden Eltern natürlich kein schöner Trost.

Nach dem ich das erste Mal bei meiner Frauenärztin zur Bestätigung der Schwangerschaft war, sollte ich alle 4 Wochen zum Kontrolltermin kommen. Ich muss sagen ich war am Anfang immer sehr aufgeregt: hoffentlich entwickelt sich das Würmchen entsprechend, hoffentlich schlägt das Herz usw.

Ich war auf diese Rückmeldung ziemlich angewiesen, denn am Anfang spürt man noch nichts von dem kleinen Leben. Ich muss auch zugeben ich wurde von Schwangerschaftsbeschwerden ziemlich verschont. Mir war zum Beispiel nie übel, höchsten 2x in der Nacht aber da fühlte sich der Magen einfach nur schwummerig an. Die einzigen Beschwerden die ich hatte waren Kreislaufprobleme nach dem Aufstehen und eine Art Müdigkeit. Bei der Müdigkeit bin ich mir aber bis heute nicht sicher, ob es von der Schwangerschaft oder von meiner Arbeit kam. Ich hatte nämlich eine 40h/ Woche mit jeweils 1h pendeln pro Richtung. Das hat ganz schön an meinen Kraftreserven gezerrt. Außerdem war ich so über die Schwangerschaft aufgeregt, dass ich es meinem Chef ziemlich früh erzählt habe. Ich glaube es war in der 6ten Schwangerschaftswoche, er war auch etwas baff – hat sich aber für mich gefreut. Dazu muss ich noch sagen, dass ich in einem Labor arbeite wo es ein paar Chemikalien gibt die Krebserregend sind. Normalerweise reichen da spezielle Handschuhe und es ist alles nicht so wild, aber als Schwangere will man sicher gehen um dem Embryo nicht zu schaden.

Ein Schwangerschaftsouting, auch der Familie gegenüber, haben wir erst ab der 12 Woche gemacht. Wir dachten das wäre für uns und die Anderen besser. Ich hatte einfach keine Lust mich immer rechtfertigen zu müssen oder ausgefragt zu werden, außerdem wollte ich den zukünftigen Omas die Enttäuschung vermeiden wenn es doch zu einer Fehlgeburt gekommen wäre.Das erste Trimester verlief also ziemlich unspektakulär und ruhig, aber dafür war ich (und ich denke mein Mann auch) ziemlich dankbar.

Eure Helen

Allgemein · Schwangerschaft

Und plötzlich bist du Mama…

Ich habe lange darüber nachgedacht wie ich meinen Blog nennen soll. Soll es meinen Namen enthalten? Oder Schlagwörter wie Schwangerschaft, Mutterglück, Baby, Kind etc. pp.? Das klang alles so unpersönlich und nichts sagend. Außerdem was soll sich der Leser denken, wenn er diese URL Adresse sieht, es impliziert doch sofort eine Erwartungshaltung für die Inhalte im Blog.

Ich habe mich für „undplötzlichbistdumama“ entschieden, weil mich dieser neue Lebensabschnitt selbst so überrascht und überwältigt. Bei dem Gedanken bald Mutter zu werden steigt bei mir eine große Ehrfurcht auf. Die Aufgaben und Verantwortung die es mit sich bringt sind einfach so unfassbar und doch das normalste und natürlichste der Welt.

In meinem Umfeld bin ich bzw. sind wir eins der ersten Paare die ein Kind bekommen und in meinem bisherigen Leben haben Kinder keine große Rolle gespielt, denn ich hatte wenig Umgang mit Babies oder Kleinkindern. In meiner Verwandtschaft oder bei Freunden gab es einfach keine Babies an den man sich für diese Rolle austesten oder vorbereiten konnte. Auch habe ich als Teenager nie den Babysitter gespielt. Als Jugendliche hatte ich fast schon Angst vor Babies – es war einfach eine innere Hemmung sie anzufassen und die unbegründete Angst davor sie könnten zu weinen anfangen. Ich denke einige junge Frauen haben diese Phase im Leben, in der man denkt „ich will niemals Kinder haben“ sondern lieber Karriere machen.

Nun denn wenn man älter und reifer wird und den passenden Partner findet ändert sich diese Ansicht recht schnell! Nun bin ich in der 37. SSW und erwarte bald mein erstes Kind.

Mir ist am Anfang der Schwangerschaft aufgefallen, dass Themen die Schwangerschaft, Geburt und Kinder betreffen häufig eine Art Mysterium sind. Es liegt wohl daran, wie schon erwähnt, dass ich wenig Kontakt zu Babies/Kindern und Eltern hatte, bevor ich schwanger wurde und man als junge Frau andere Interessen hat als Windelinhalt oder Erziehungsmethoden. Frau weiß wie sie die Schwangerschaft verhindern kann, aber wie steht es darum wenn man ein Kind möchte und was macht es mit dem Körper und dem bisherigen Leben? Es scheint mir ein so neuer/ abgekapselter Lebensabschnitt zu sein, in den man erst richtig einsehen kann wenn man selbst in ihn eintritt. Vielleicht werden heutzutage auch einfach zu wenig Babies geboren, denn viele jüngere Freundinnen haben wie ich am Anfang, ein ziemlich großes Fragezeichen in den Augen, wenn es um Schwangerschaft und Kinder geht.

Seit dem ich schwanger bin habe ich sooo unendlich viel über meinen Körper und die Entwicklungsprozesse des Babies gelernt. Die Zeit verrann am Anfang so langsam und ich dachte wow noch 9 Monate vor mir – das ist doch fast ein ganzes Jahr!!! Seit aber die Hälfte der Zeit um ist, verrennt die Zeit ungemein schnell, dass ich denke „ohje…und dann bist du plötzlich Mama! Bin ich überhaupt darauf vorbereitet!?“
Manchmal überkommt mich eine leichte Panik an den Gedanken dass der Kleine bald da ist. Man bekommt ja leider keine Bedienungsanleitung mit dem Baby mitgeliefert. Ich versuche die ganze Sache so unvoreingenommen wie es geht auf mich zukommen zu lassen. Ich will nicht schon festgefahrene Erwartungen und Verhaltensmuster auf das Baby projizieren, da man dadurch nur enttäuscht werden kann. Außerdem ist jedes Wesen anders und was bei dem einen funktioniert muss nicht unbedingt bei dem zweiten so sein.

Jedenfalls bin ich momentan hin und hergerissen zwischen Vorfreude, Angst und Interesse auf das neue Lebewesen. Es kommt mir nur manchmal so surreal vor, dass in ein paar Wochen ein kleines Wesen aus mir rauskommt und unsere Welt auf den Kopf stellen wird. Ich habe den Titel „und plötzlich Mama“ gewählt, um mein Gefühl von diesem Umbruch Ausdruck zu verleihen und meine Gedanken zu dem Thema halbwegs geordnet wiederzugeben. In den nächsten Wochen wollte ich versuchen meine Beobachtungen niederzuschreiben und hier teilen.

Bis bald Eure Helen