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Als Mutter andere Mütter kennenlernen und Freundschaften pflegen…

Hallo alle miteinander, wie der Titel schon sagt, mache ich mir einige Gedanken um dieses Thema. Mein Kleiner ist nun 14 Monate alt und ich wollte ein Resümee über dieses Thema ziehen.

1. Erste Voraussetzung um andere Mütter kennenzulernen ist, dass man sich mit dem Kleinen sicher genug fühlt um rauszugehen, Kurse zu machen etc. pp. Ich denke da insbesondere an die Anfangszeit zurück. Babyboy hatte so schlimme Koliken und war häufig unzufrieden, dass ich einfach nur froh war wenn er wieder geschlafen hat, damit ich mich selbst ausruhen konnte. Das ist es nämlich was mich am Anfang am meisten gestresst hat, wenn man irgendwo hin musste, schlafen die Kinder vielleicht im Auto oder im Kinderwagen und wenn man ankommt ist man selber kaputt vom Laufen oder dem Kurs und die Kiddies werden wach und sind fröhlich und ausgeruht und man selbst giert nach einer ruhigen Minute für sich selbst 😉

2. Babykurse sind eine tolle Sache, wenn das Baby mitmacht. Es gibt einfach soooo viele Angebote in den Städten für Mamas mit Babys und es ist eine super Gelegenheit um sich mit anderen Müttern auszutauschen und auch vielleicht eine Freundschaft zu beginnen. Aber auch hier sollte das Kind  „soweit sein“. Es gibt DELFI, PEKIP, Babys in Bewegung, Babymassage usw. für Babys ab 12 Wochen….ja hehe genau, ich beneide die Frauen die das machen konnten. Ich bin das erste mal mit meinem in einen Kurs gegangen als er 7/8 Monate alt war. Ja wirklich….Ich wohne auf dem Dorf und muss immer 20min in die Stadt fahren, da war die Zeitplanung sehr wichtig. Im Auto hat er sich damals häufig weg gebrüllt (omg die Fahrten zu dem Rückbildungskurs waren die Hölle). Außerdem hat Babyboy noch alle 3h geschlafen und ich wollte ihm einen regulären Tagesablauf geben, denn wenn er nicht genug geschlafen hat oder aus dem Rhytmus kam, war er immer sehr schlecht drauf, außerdem waren die Nächte meist um 5 Uhr vorbei und ich hatte wirklich was besseres zu tun als um 9 Uhr beim Kurs zu sein. Apropo Rhytmus, meine größte Panik war einfach immer, das er zu übermüdet im Kurs sein wird. Er war nicht eins dieser Kinder die einfach „abschalten“ und einschlafen konnten. Ganz ehrlich ich beneide diese Mütter, die solche Kinder haben! Mein Mann und ich nennen sie die Schlafbabys, weil sie immer mit sich selbst zufrieden sind, 1h lang ein Spielzeug angucken können ohne zu murren und dann einfach einschlafen. Hallo wo kann man so was kaufen!? Meiner hätte das niemals gekonnt, der ganze Trubel um ihn herum war ihm zu viel, in so einer reiz starken Umgebung hätte er niemals einschlafen können. Ich hätte entweder den Kinderwagen holen oder ihn ins Auto setzen und losfahren müssen. Dazu kommt auch noch das er einen sehr leichten Schlaf gehabt hatte, bei jedem Babylaut wurde er gleich wach. Ich hoffe ihr versteht nun meine „Panik“ und Unentspanntheit wegen den Kursen. Ab wann Ihr und das Baby bereit für die Kurse seid, das könnt natürlich nur ihr entscheiden 🙂

3. Müttercafés, Elterncafés, Krabbelgruppen. Ja hier könnt ihr natürlich auch Mütter treffen und kennenlernen, dazu kann ich aber ehrlich gesagt nicht so viel sagen, weil ich es nicht ausprobiert habe. Ich habe nur gehört das solche Angebote manchmal etwas „gezwungen“ wirken und die Mütter anstrengend sind(?) Ich hatte diesbezüglich wirklich Glück, aber irgendwo gibt es immer diese Besserwissermuttis. „Ich kann gar nicht verstehen dass manche Mütter ihr Kind nicht stillen“ oder „Fertigbreie kommen mir nicht ins Haus“ und es gibt natürlich nur BIO. Ganz ehrlich, behaltet doch solche Meinungen für Euch, das will keine andere Mutter hören. Denn es gibt meistens eine Geschichte dahinter warum dies oder jenes bei dem Kind nicht funktioniert oder warum man etwas genau sooo macht. Fragt lieber interessiert nach und bleibt NEUTRAL. Wenn ich mich bekehren lassen will, gehe ich zur Kirche…Deswegen finde ich Kurse mit einem „Ziel“ z.B. Sport/Wahrnehmung/ Singen etc. etwas besser, weil man in der kurzen Zeit des unterhalten am besten sich zu den gesellt die einem sympathisch sind.

4. Spielplätze. Zum Spielplatz kann man natürlich erst, wenn das Kind schon etwas älter ist und selbst sitzen und krabbeln kann. Wir gehen eigentlich erst seit Babyboys ersten Geburtstag auf Spielplätze. Hier im Dorf ist immer tote Hose, aber in der Stadt kann man bestimmt andere Muttis treffen. Das einzige Problem mit dem Spielplatz ist, dass die Kinder gerade dann was anderes vorhaben wenn man gerade sich unterhalten will. Daher ist hier mehr als Smaltalk meist nicht drin und ob man sich hier ein zweites mal trifft ist auch die große Frage…?

Ich habe folgende Kurse gemacht: Babys in Bewegung, DELFI, Kanga, Fit mit Baby und Babyschwimmen. Letztendlich hab ich aber nur mit ein paar Müttern „engeren“ Kontakt mit Nummern austauschen und ab und an treffen. Es ist halt nicht so einfach andere Leute zu finden, die a) einem sympathisch sind und b) auch ähnliche Überzeugungen zum Kind haben bzw. einen nicht so voll quatschen. Ich finde es ist relativ schwierig über etwas „ernsteres“ zu sprechen wenn man mit einem Auge immer bei dem Kind ist. Man ist immer recht kurz angebunden und wird in den Gedankengängen unterbrochen, deswegen ist häufig das Kredo schnell die wichtigsten Fakten raus hauen und dann wieder hinter dem Kind her. Ich muss aber sagen, dass es langsam besser wird seit dem Babyboy immer „selbstständiger“ wird und auch mal ein paar Minuten alleine oder in der Gruppe spielen kann.

Das andere kleine Problem ist, das organisatorische eines Treffens überhaupt. Wann macht wer Mittagsschlaf, Essenszeiten, und oh nein! immer wenn man sich treffen will macht das Kind genau dann was „untypisches“ schläft zu lang/kurz usw. Tja da hilft manchmal nur Kind wecken, Rhytmus durcheinander bringen oder absagen bzw. später/früher kommen, nur nicht aufgeben 🙂 Je älter sie werden, desto mehr action wollen sie.

Als nächstes kommt Eltern-Kind Turnen, mal sehen wen man dort alles trifft..