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Warten, Warten, Warten…

Ich nähere mich langsam dem Entbindungstermin und meine innere Unruhe steigt. Scheinbar lässt sich der Kleine aber davon nicht beeindrucken, alles relativ ruhig da drinnen. Ich habe im CTG schon ein paar Kontraktionen gehabt aber nichts wildes oder nichts was wirklich wehtun würde. Mein Bauch wird dann hart und ich verspüre ein ziehen im Unterleib, ähnlich wie bei der Menstruation, aber nichts wo ich sagen würde jetzt geht’s los. Der Kopf scheint auch schon sehr tief im Becken zu sein, meinte jedenfalls meine Hebamme und die Frauenärztin, aber der Muttermund ist wohl noch verschlossen. Verdammt! langsam wünsche ich mir wirklich das es bald losgeht. Das Gewicht des Bauches drückt schon ziemlich unangenehm nach unten und ans Durchschlafen ist auch nicht mehr zu denken. Ich muss mich quasi aus dem Bett „wuppen“, weil die Bauchmuskeln nicht mehr so wie früher funktionieren. Der ständige Harndrang ist auch nicht so toll…Auf jeden Fall schone ich mich nicht mehr. Ich mache den Haushalt, gehe Spazieren, Einkaufen, aber dadurch ist man relativ schnell erschöpft, so dass ich mir meine Kraft einteilen oder priorisieren muss. Außerdem kehrt in den arbeitsfreien Alltag eine gewisse Langeweile ein. Erst mal ausschlafen (ich brauche ja die Kraft für die Geburt), dann Frühstücken, aufräumen, Fernsehen gucken oder was lesen, dann kommt schon bald mein Mann nach Hause und dann ist schon Abend und man kann wieder ins Bett. Klingt langweilig oder? Ich versuche mich so gut es geht mit Hobbys abzulenken (häkeln, ich versuche mit dem Nähen anzufangen, lesen usw.), eigentlich geht der Tag doch recht schnell rum, aber man hat nicht mehr das Gefühl etwas „geschafft zu haben“.

Natürlich mache ich mir auch einige Gedanken um die Geburt und die Schmerzen dabei. Zeitweise hatte ich richtig Panik bekommen: schaffe ich das überhaupt? vielleicht sind die Schmerzen doch viel schlimmer als ich mir das vorgestellt habe? Eigentlich war ich immer recht cool und hab mir gut zugeredet „das wird schon, Hauptsache nicht in Panik verfallen und ruhig atmen“…aber ob das ausreicht? Mal sehen..Ich glaube dieses überdrüssige Gefühl ist gar nicht mal so schlecht, um die Angst vor der Geburt zu verlieren. Langsam bin ich so weit, dass ich die Geburt einfach nur hinter mich bringen will um das kleine Wunder endlich im Arm halten zu können.  Drückt mir die Daumen, dass es bald losgeht!