Allgemein · Baby

Was sind Koliken?

Wie sehr hat man sich während der Schwangerschaft auf das Baby gefreut. Hat sich ausgemalt wie der Alltag sein wird, das Baby lieb kuscheln und mit ihm Lachen und Spielen zu können.

Das war eine schöne Vorstellung, doch ich musste feststellen, dass Babys am Anfang noch nicht viel können. Babys kommen eigentlich 3 Monate zu früh und „unfertig“ zur Welt. Das ist wohl der Preis für das große Gehirn der Menschen, da 3 Monate später keine normale Frau so einen riesigen Kopf aus dem Unterleib pressen könnte. Doch was meine ich mit unfertig? Eigentlich alles, Babys können am Anfang noch nicht richtig sehen, höchstens auf 30 cm Entfernung und wenn Sie etwas sehen oder hören, kann es sehr leicht passieren das sie überreizt reagieren, da sie das Geräusch noch nicht einordnen können. Babys müssen erst sich selbst entdecken: Hände, Füße, eigene Geräusche von der Umwelt abgrenzen. Außerdem ist der Darm, bei der Geburt, noch nicht wirklich funktionsbereit. Er muss erst in Gang kommen und der Dickdarm durch Mikroorganismen besiedelt werden. Das Baby hat es also ziemlich schwer am Anfang und muss sich dem neuen Leben außerhalb des Bauches anpassen. Die Anpassungsschwierigkeiten können sich als Koliken äußern. Doch was sind Koliken überhaupt? Auf einer Seite habe ich das hier gefunden: „Koliken ist ein Sammelbegriff für jedes unkontrollierte Weinen eines Babys, das eigentlich gesund ist.“ – Ok, es ist gesund – das klingt doch schon mal gut!

Wie äußern sich Koliken?

  • Das Baby schreit untröstlich, hat Regelmäßige Schreianfälle und lässt sich kaum beruhigen. Angeblich kommen diese Schreianfälle gehäuft am Nachmittag und Abend vor.
  • Koliken können sich auch als Blähungen äußern, bei dem das Baby seine Beine immer wieder an den Bauch drückt und dann durchstreckt. Ihr müsst bedenken die Verdauung der Babys funktioniert noch nicht so gut und wenn mal ein Pups quersitzt tut das ziemlich weh!

Ursachen von Koliken können sein:

  • Blähungen
  • Große Nahrungsmengen die verarbeitet werden müssen, denn Babys nehmen zum Teil ein Fünftel ihres Körpergewichts an Nahrung auf.
  • Babys Nervensystem ist unausgereift (Überreizung)
  • Regulationsstörungen, diese werden in Schrei-/ Schlaf- und Futterstörungen unterteilt.

->Unter Schreistörungen versteht man exzessives Schreien unter der verminderte Fähigkeit sich selbst Beruhigen zu können. Häufig sind diese Babys sehr interessiert und aufnahmefähig, können aber schlecht von den ganzen Eindrücken „abschalten“ und überreizen sehr leicht. Das einzige Mittel das Babys am Anfang kennen ist leider das Schreien.

-> Schlafstörungen: Im Idealfall wachen Babys nachts auf, trinken etwas und schlafen nach 30 min wieder ein. Bei einer Schlafstörung wird das Baby nachts sehr häufig wach und findet nicht mehr zurück in den Schlaf.

->Futterstörungen: zum Beispiel wenn das Baby nur kurz trinkt oder häufig trinken will, nach der Mahlzeit nicht lange zufrieden ist.

Während der Entwicklung der Babys in den ersten Monaten haben bestimmt schon alle Eltern Erfahrungen mit Koliken gemacht. Es müssen sich auch nicht alle Punkte manifestieren, wir hatten zum Beispiel hauptsächlich mit Blähungen und Überreizung zu kämpfen und entsprechende Gegenmaßnahmen müssen dann ergriffen werden. Diese werde ich aber in meinem nächsten Beitrag über Blähungen bei Babys darstellen.

Letztendlich war es bei uns aber so, dass all die Tipps und Mittelchen eigentlich kaum was gebracht haben. Das einzige was wirklich geholfen hat: war den kleinen ganz doll lieb haben, tragen und das Geschrei aushalten und abwarten. So einfach und doch so schwer ist es! An alle verzweifelten Eltern da draußen, haltet durch! Es wird wirklich besser mit der Zeit, auch wenn man es nicht glauben mag. Bei uns fing es ab der 8ten Woche an besser zu werden und mit 16 Wochen merken wir eigentlich gar nichts mehr von den Koliken (dafür kommen jetzt die Zähne, juhu….).

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Top und Flops bei Anschaffungen fürs Baby, Teil I

Vor der Ankunft des Babys macht man sich einige (ziemlich viele sogar!) Gedanken um die Anschaffungen fürs Baby. Ich wollte nach 2 Monaten mein erstes Resümee ziehen was sich für mich gelohnt hat und was nicht.

Top:

  • Spucktücher: Eins kann man sich sicher sein, davon kann man niemals zu viel haben! Ich behaupte mal, dass Babyboy kein Spuckkind ist und dennoch kommt ihm hier und da mal etwas hoch. Ich habe in den meisten Zimmern 1-2 Spucktücher rumfliegen, denn nach dem Stillen ist erstmal Bäuerchen machen angesagt und zwischen dem Shirt und dem Kind sollte möglichst ein Spucktuch liegen. Meiner Erfahrung nach, kommt immer was mit hoch wenn man gerade KEINS in der Nähe hat.
  • Beistellbett: Ziemlich super Erfindung. Der Kleine liegt neben dir, aber in seinem eigenen Bettchen aus dem er auch nicht rausfallen kann. Ich hatte vorher die Panik, dass ich das Baby im Schlaf ausversehen platt walzen könnte (kann natürlich nicht passieren, das weiß ich jetzt). Das praktische ist, man kann einfach rüber greifen, um den Kleinen zu beruhigen oder den Schnuller wieder reinzustecken, ohne aufstehen oder über ein Gitter greifen zu müssen. Außerdem finde ich hat man die perfekte Nähe/Distanz Verhältnis, denn kleine Babys können nachts ziemlich laut sein. Meiner jedenfalls grunzte und röchelte am Anfang sehr laut.
  • Tragetuch: Ist super in den ersten Wochen und danach. Sehr nützlich wenn man zwei Hände freihaben will, um etwas im Haushalt zu schaffen. Auch super um das Baby in den Schlaf zu schunkeln, denn irgendwann werden die Arme müde!
  • Kinderwagen: Bei mir erst nützlich seit der 6ten Woche. Vorher hat er Panikartig in dem Ding geschrien. Nun ist es ganz praktisch um mal aus dem Haus zu kommen und sich wieder zu bewegen (ich fühle mich immer noch so schnell k.o.). Dank Schnuller kann er sich auch im Kinderwagen beruhigen und einschlafen – leider aber nur so lange das Ding in Bewegung bleibt.
  • Schnuller: Ich hatte am Anfang wirklich sorge wegen Saugverwirrung oder ähnlichem, aber im Endeffekt kommt es doch sehr sehr selten vor und der Schnuller, wenn er angenommen wird, ist wirklich ein Segen. Ich kann ohne den Schnuller nicht mit dem Kinderwagen spazieren gehen, geschweige denn Autofahren. Babyboy gehört leider nicht zu den Kindern, die müde sind, in die Leere gucken und dann einfach so einschlafen oder sich selbst beruhigen können. Aber Nuckelhilfen können helfen, Danke! Bisher nimmt er nur den Philips Avent Soothie..ich hoffe er nimmt bald auch einen anderen, denn den Soothie darf man nur bis zum 3. Monat benutzen ;-(
  • Activity Center: Seit Babyboy über 6 Wochen ist, kann ich ihn mal „alleine“ im Activity Center spielen lassen. Er schaut vergnügt die bunten Farben, Speizeuge und Lichter an. Toller Nebeneffekt, solange Babylein beschäftigt ist, kann Mama sich schnell ein Brot in die Figur schieben.

Flop:

  • Stubenwagen: haben wir gebraucht gekauft. Ein Mal ausprobiert und dann nie wieder. Irgendwie mag er das zur Seite Schaukeln nicht so sehr, fängt gleich an zu weinen, aber wir haben da auch keine tolle Matratze für gekauft. Nun wird sie wieder verkauft.

 

 

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Ein Jaein zum Stillen #Blogparade Wochenbett

Da ich gerade das Wochenbett meines ersten Kindes hinter mir habe bin ich dem Aufruf zur # Blogparade mit dem Thema Wochenbett von motherbirthblog gerne gefolgt.

Das Wochenbett war für mich eine Blackbox, ein wages Vorstellungsgebilde mit unterschiedlichen Hoffnungen und Erwartungen. Ich stellte mir eine glückliche Familie vor, die sich rund um die Uhr um den neuen Erdenbürger kümmern wird mit viel Elan und Hingabe, aber auch mit Erschöpfung zu kämpfen hat. So in etwa war meine Vorstellung, aber wie mein Wochenbett dann tatsächlich wurde, hätte ich niemals erwartet. Aber eins nach dem anderen:

Die Geburt verlief bei mir sehr heftig aber dafür schnell und ohne Komplikationen, daher war ich danach körperlich sehr schnell wieder auf der Höhe. Vom ersten Moment an, als ich mein Baby gesehen habe, war diese tiefe, bedingungslose Liebe da. Ich dachte einfach nur „Er ist soo schön, so perfekt, ich liebe ihn über alles“, diese Emotionen hätte ich mir niemals träumen lassen. Die ersten Wochen nach der Geburt fuhren die Emotionen bei mir Achterbahn. Ich hätte wegen jeder emotionalen Aussage sofort heulen können, zum Beispiel wenn mein Mann sagte „Ich will für euch da sein“ oder „Er ist das größte Geschenk“. Mich hatte wohl der Babyblues erwischt!

Die unschöne Seite des Wochenbettes war der verdammte Kampf mit meinen Brustwarzen und dem Stillen! Die ersten zwei Wochen war ich gefühlt nur mit meinen Brustwarzen beschäftigt. Warum erzählt es einem keiner, dass stillen ziemlich schmerzhaft ist! Erst jetzt wurde mir klar, dass in der Öffentlichkeit das Stillen ziemlich romantisiert wird. Man stelle sich die glückliche Mutter vor, die an einem schönen lau warmen Abend auf dem Sofa sitzt – sie ist in ein warmes Licht gehüllt und schaut dabei liebevoll auf ihr Baby, dass sie gerade stillt. Beide sind soooo glücklich und der Moment scheint perfekt zu sein. So war jedenfalls meine Vorstellung. Ich sag euch was: es ist alles Augenwischerei! Am Anfang tut das Stillen (wahrscheinlich bei jeder Erstgebärenden) verdammt weh!!! Ohne Witz, so einen Schmerz habe ich noch nie gespürt. Wenn das Baby eure Brustwarze in den Mund nimmt und ihr verkrampft weil ihr schon wisst das es gleich weh tun wird… dann ist es soweit der stechende Schmerz durchzieht den ganzen Körper, ihr müsst die Zähne zusammen beißen um nicht aufzuschreien, DAS ist Stillen (am Anfang). Von wegen Friede Freude Eierkuchen…in den ersten zwei Wochen kreißten meine Gedanken und Gefühle nur um das Stillen. Ich habe mir ziemlich Vorwürfe gemacht, dass ich das Stillen nicht „genießen“ kann. „Warum kann ich nicht diese Schmerzen einfach aushalten, es ist doch das Beste für mein Baby“, habe ich immer gedacht. Ich habe jeden Tag geheult, weil ich mit dieser Situation nicht klar kam, ich wollte doch stillen, wollte die Erwartungen erfüllen, wollte perfekt sein? Warum erzählt es keiner vorher, dass es so schmerzhaft und problematisch ist? Und das schlimmste dabei war, ich konnte mein Baby gar nicht richtig genießen oder geschweige denn „kennenlernen“, denn ich wusste, wenn es das nächste Mal aufwacht, will es wieder essen und das bedeutet STILLEN. Ich hatte schon langsam Panik vor dem Stillen, meine Brustwarzen haben so weh getan: alles war wund, rissig und total empfindlich. Wie ihr euch vorstellen könnt, war dieser ganze Stress ebenfalls nicht förderlich für die Milchproduktion. Ich befand mich plötzlich in einer Spirale von Schuldgefühlen und inneren Stillzwang und war total unglücklich und sogar manchmal „sauer“ auf das Baby warum es denn nicht richtig trinken mag. Dazu muss ich sagen, dass er häufig an der Brust eingeschlafen ist und viel genuckelt hat, dadurch konnte sich eine Mahlzeit in die Ewigkeit ziehen, was nicht sehr förderlich für die Brustwarzen war.

Als ich an diesen Punkt angelangt bin, in dem das Stillen und das Baby mit negativen Gefühlen wahrnimmt, musste sich endlich was ändern! Meine Rettung war die Säuglingsnahrung. Ich geb es ganz offen zu, ich hab irgendwann zugefüttert! Am Anfang hatte ich sogar ein ziemlich schlechtes Gewissen und ein Gefühl des Versagens dabei, aber genau deswegen möchte ich es hier ansprechen. Man hat als Frau/ Mutter ein Idealbild im Kopf und will irgendwelchen Standards entsprechen. Doch man muss den Weg finden der für einen Selbst der Richtige ist. Für alles gibt es eine Lösung, man muss sich nur zu helfen wissen. Ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen meiner Hebamme über das Zufüttern zu erzählen, ich fühlte mich gleich in einer Verteidigungsposition, denn man muss sich (gefühlt) immer erklären warum man nicht vollstillt.

So habe ich die Zwiemilch Ernährung eingeführt. Zwiemilch beschreibt die Fütterungsform des Stillens UND der Fläschengabe (ob nur 1x am Tag oder mehrfach).

Ich hab es jedenfalls so gemacht: Ich hatte vom Krankenhaus eine Pumpe verschrieben bekommen und diese habe ich dann 1-2 Tage benutzt, um meine Brustwarzen zu entlasten, aber die Milchproduktion immer noch beizubehalten. Es ist erstaunlich wie schnell die Brustwarzen sich erholen können, endlich konnten die Risse heilen. Während dessen habe ich Pre Nahrung an unser Baby gefüttert. Nach diesen 2 Tagen habe ich den Kleinen wieder gestillt, aber immer nur ca. 15min pro Brust und ihm danach die Flasche angeboten, falls er noch nicht genug getrunken hat. Ich muss sagen das hat super geklappt! Ich fühlte mich endlich gut und war mir sicher der Kleine bekommt genug zu essen und ich hatte nicht mehr den Psychodruck bis zur Unendlichkeit stillen und die Schmerzen aushalten zu müssen. Erst nach dieser Umstellung konnte ich mich endlich dem Kleinen widmen und ihn genauer Kennenlernen.

Und wisst ihr was? Ich stille nach 6 Wochen wieder (so gut wie) voll 😉 Durch das entspannte Verhältnis zum Stillen wurde die Milchproduktion wohl wieder angekurbelt und ich habe so gut wie keine Schmerzen mehr dabei.

Daher ist mein Plädoyer: Stresst euch wegen dem Stillen nicht so! Auch Flaschen- oder Zwiemilchkinder werden groß und gesund und DAS sollte doch das wichtigste für uns Mütter sein 🙂

 

 

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3. Trimester Rückblick

Das dritte Trimester verläuft nach dem Motto: langsam rückt die Geburt näher. Verglichen zu dem ersten Trimester, was so gar nicht rumgehen wollte verging das zweite Trimester umso schneller und das dritte? Ich hatte den Eindruck nach dem ich den 6. Schwangerschaft Monate erreicht hatte, ging plötzlich alles ganz ganz schnell. Im ersten und zweiten Trimester schwebte ich noch auf einer Art Schwangerschaftswolke. Das heißt ich konnte mich auf der Arbeit nicht mehr so gut konzentrieren, alle meine Gedanken drehten sich um die Entwicklung des Fötus, Babykleidung, Möbel und die ganzen Veränderung die uns noch bevorstehen. Meine Gedanken kreisten also immer um die Schwangerschaft. Im Januar, als die Mutterschutzfrist immer näher rückte, hatte ich aber endlich meinen Ehrgeiz und Elan für die Arbeit wieder, wodurch der Arbeitstag viel schneller rumging. Auf der Arbeit wollte ich so viel wie möglich fertig machen, um kein Chaos oder unfertige Projekte an meine Kollegen zu hinterlassen. Das einzige Problem mit der Arbeit war, dass ich fast den ganzen Tag sitzen musste. Ich hatte ziemlich unangenehme Rückenschmerzen, die in einer Woche sogar zu Ischias Schmerzen wurden. Irgendwann habe ich angefangen ein Kissen zwischen Sitzlehne und Rücken zu positionieren, das hilft den unteren Rücken aufrecht zu halten. Außerdem habe ich versucht 1x die Woche schwimmen zugehen. Das wichtigste dabei ist es wohl regelmäßig zu betreiben, denn erst dann spürte ich eine Erleichterung.

Irgendwann mit 30+ bekam ich auch noch Sodbrennen, das ist wirklich unangenehm. Nach jeder Mahlzeit muss man Angst haben, dass dieses doofe Gefühl im Magen und Kehle wiederkommt. Ich habe natürlich nach Tipps gegoogelt und muss sagen mir hat Milch trinken und vor allem Mandeln essen geholfen.

Im Januar hatten wir gegen jede Erwartung ein Heim für uns gefunden und mussten einiges mit Behörden/ Banken/ Vorbesitzern klären. Diese Zeit war wirklich anstrengend, 10h Arbeit+pendeln dann zwischendurch Behörden/Banken anrufen oder nachmittags irgendwelche Termine. Puhh, zum Glück war zum Ende Februar alles erledigt und wir konnten anfangen den Umzug vorzubereiten. Ich war also im 7ten/ 8ten Monat schwanger und jetzt noch mal komplett umziehen an einen neuen Ort wo man noch keinen kennt. Ihr könnt euch vorstellen wie aufgewühlt ich an manchen Tagen war, denn ich hatte mich geistlich schon drauf eingestellt, dass ich das Baby erstmal in unserer Wohnung großziehe. Außerdem musste das Einrichten des Babyzimmers wieder verschoben werden. ARGH!

Zum Glück hatte ich noch 15 Tage Urlaub für das Jahr und habe diese direkt vor meinem Mutterschutz genommen, das heißt ich war in der 33 SSW. raus aus der Arbeit und konnte mich langsam um das Einpacken der Sachen kümmern. In diesem Trimester hatte ich immer das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit habe, um mich auf die Schwangerschaft einzulassen oder sie bewusst wahrzunehmen (zum Glück wurde das aber irgendwann besser).

Nunja als der Umzug nun anstand habe ich natürlich nicht viel gemacht also nichts schweres getragen o.Ä. aber es war trotzdem ziemlich aufregend. Auch die Wochen danach musste ich noch einige Besorgungen für das Haus machen, da uns einfach sehr viel Möbel und Zubehör fehlte. Außerdem konnte ich endlich das Babyzimmer fertig machen! Hier sehr ihr das Mobile was ich über der Kommode hingehängt habe. Es kam aber natürlich wie es kommen sollte, in der 35. SSW zeigte das CTG leichte Wehen. Alle meine Kolleginnen hatten mich schon davor gewarnt, dass sie nach dem Umzug mit Wehen im Krankenhaus lagen, aber ich dachte natürlich nee das passiert mir schon nicht. Nun denn die Kontraktionen waren zum Glück nicht so stark und ich fühlte mich auch gar nicht danach. Klar der Bauch wurde hart, aber das es Wehen waren, war mir nicht so bewusst. Meine Frauenärztin schaute nach dem Gebärmutterhals und auch er hatte sich von 3 cm auf 2 cm verkürzt. Zum Glück war die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten, sonst hätten sie mich bestimmt ins Krankenhaus gebracht, aber so habe ich Schonung und Magnesium+Bryphyllum verschrieben bekommen. Magnesium habe ich übrigens schon die ganze Schwangerschaft über genommen, weil ich immer so ein Ziehen und Drücken im Unterleib hatte, das hat mir wirklich geholfen und ich hatte diese Beschwerden seltener. Nach Ostern also zum Ende der SSW 36+ habe ich alles abgesetzt, damit die richtigen Wehen nicht „aufgehalten“ oder verzögert werden.

Ich bin jetzt bei 38+ SSW und ich fühle mich langsam wie ein Walross. Der Bauch ist so groß geworden und schränkt mich immer mehr in der Bewegungsfreiheit ein. Wenn ich mal aufstehen will, muss Ich mich vom Sofa oder Bett runterrobben, ich glaube das sieht sehr ulkig aus. Ich spüre den Bauch plötzlich an irgendwelchen Gegenständen andocken usw. Ich hatte eine größtenteils schöne und komplikationsfreie Schwangerschaft, aber langsam habe auch ich keine Lust mehr. Alles ist so anstrengend: beim Spazierengehen komme ich ziemlich schnell aus der Puste und danach schmerzt das Becken irgendwie, als ob sich die Sehnen/Bänder lockern. Ich kann nicht mehr so lange Autofahren, weil mein Magen beim sitzen so sehr zusammengedrückt wird. Ich habe überall Verspannungen durch die wenige Bewegung, ja so langsam darf er kommen. Mal sehen wann er sich auf den Weg macht. Wir sind vorbereitet und voller Vorfreude.

Eure Helen

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2. Trimester: Rückblick

Überall liest man, dass das zweite Trimester das schönste ist, weil man sich nun wieder fit und ausgelassen fühlt und langsam auch ein kleines Bäuchlein sieht. Diese Aussage kann ich nur bestätigen! Ab ca. der 16 SSW fühlte ich mich wieder total fit. Die Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden waren wie weggeblasen und ich fühlte mich richtig gut.

Ich glaube so richtig schwanger fühlt man sich erst, wenn man den Fötus selber spüren kann. Leider kam ich erst relativ spät in diesen Genuss, weil ich eine Vorderwandplazenta hatte. Meine Vorderwandplazenta lag quasi hinter der Bauchdecke, sodass ich die Bewegungen des Kleinen bzw. seine Tritte erst ab ca. SSW 26 wahrnehmen konnte. Ich denke vor den Tritten konnte ich auch schon leichte Bewegungen wahrnehmen, aber ich wusste nicht dass es vom Baby kommt. Die aller ersten Bewegungsanzeichen kamen ab der 18. SSW und ich würde sie als aufsteigende Bläschen oder so ein Gewimmel in den Innereien bezeichnen, vielleicht so als ob ein Fisch in den Innereien rumschwimmt. Klingt irgendwie komisch, aber mir fehlen die richtigen Worte für das Gefühl, verzeiht mir bitte!

Wenn der kleine heranwächst werden seine Bewegungen stärker und auch spürbar. Ich fand es so schön den kleinen ab ca. der 26. SSW spüren zu können. Endlich war eine Verbindung da an der ich merken konnte dass es dem Kleinen gut geht! Ab diesen Zeitpunkt hatte ich die ganzen Kontrolltermine eigentlich nicht mehr nötig, denn ich hatte einfach im Gefühl dass alles in Ordnung war.

Viele Frauen machen sich vor und während der Schwangerschaft ziemlich viele Gedanken um ihre Figur und Gewicht. Zu mir muss ich sagen, ich hatte einen normalen BMI und laut vielen Informationsquellen nimmt eine normal gewichtige Frau zwischen 10-16kg zu. Bei mir fing die Gewichtszunahme ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat an. Ich habe ziemlich konstant jeden Monat um die 2 kg zugenommen und das war ok für mich. Meine psychologische Gewichtsgrenze lag bei 20 kg, die wollte ich auf keinen Fall überschreiten. Frau ist dann doch etwas eitel hehe…Gehungert oder sowas habe ich nie. Ich habe mich möglichst ausgewogen ernährt, aber auch mal gesündigt, das gehört zur Schwangerschaft, wie ich finde, auch dazu! Ich hatte aber keine komischen Gelüste wie man sie im Fernsehen sieht oder den Klassiker hört: eingelegte Gurken mit Sahne oder was Süßem. Das Einzige was mir bei der Ernährung aufgefallen ist, war mein erhöhter Appetit aufs Fleisch. Ich konnte plötzlich jeden Tag etwas Fleischhaltiges essen, wahrscheinlich bedingt durch meinen niedrigen Eisenwert im Blut. Das Einzige worauf ich geachtet habe war, nicht kurz vor dem Schlafengehen zu essen. Das heißt nichts mehr nach 19/20 Uhr. Darauf habe ich aber auch schon vor der Schwangerschaft geachtet, denn dann ist mein Schlaf zu unruhig und nicht wirklich erholsam.

Irgendwann in der Mitte der Schwangerschaft hatte ich eine totale Panikattacke was das Anschaffen von Babysachen angeht. Ich dachte plötzlich „oh nein, was ist wenn es zu früh kommt und ich habe noch gaaar nichts gekauft. Das arme Kind hat dann gar nichts zum Anziehen!“ Tja und dann habe ich mich auf den Weg in den nächsten Babyfachmarkt gemacht und unendlich viele Stunden in online Shops verbracht. Mein größtes Problem dabei war, dass ich gar nicht wusste welche Größe ich überhaupt kaufen soll. 50,56,62?? Und wie vieeeell? Ich glaube ich habe jetzt ungefähr 6 Bodies von 56 und 62, aber zu meinem erschrecken braucht man ja mehr als nur Bodies, sondern auch noch Strampler, Unterteile (Strumpf-,Hosen), Jäckchen. Wie viele Schichten zieht man einem Baby überhaut an? Ohje das war vielleicht ein Chaos. Ich weiß jetzt, dass man einem Baby etwa eine Schicht mehr anziehen soll als man selbst trägt und ob es schwitzt oder friert kann man am Nacken erspüren. Puhhh na hoffentlich wird das was. Ich kaufe jetzt nichts mehr und schaue erst mal womit ich am besten klar komme. Jeder Mutter hat da ihre eigenen Vorlieben, so wie ich das gehört habe.

Generell kann man sagen, dass ein Baby so einiges kostet…Kinderwagen, Autositz, Babyzimmermöbel (Bettchen, Kommode etc.), Kleidung, Spielsachen, Zubehör und dann fragt man sich immer brauch ich den Kram wirklich? Ich warte nun erst mal ab wie sich das alles entwickelt und was man im Alltag wirklich braucht und was nicht…Die Geschäfte haben zum Glück auch noch nach der Geburt auf!