Allgemein

Warten, Warten, Warten…

Ich nähere mich langsam dem Entbindungstermin und meine innere Unruhe steigt. Scheinbar lässt sich der Kleine aber davon nicht beeindrucken, alles relativ ruhig da drinnen. Ich habe im CTG schon ein paar Kontraktionen gehabt aber nichts wildes oder nichts was wirklich wehtun würde. Mein Bauch wird dann hart und ich verspüre ein ziehen im Unterleib, ähnlich wie bei der Menstruation, aber nichts wo ich sagen würde jetzt geht’s los. Der Kopf scheint auch schon sehr tief im Becken zu sein, meinte jedenfalls meine Hebamme und die Frauenärztin, aber der Muttermund ist wohl noch verschlossen. Verdammt! langsam wünsche ich mir wirklich das es bald losgeht. Das Gewicht des Bauches drückt schon ziemlich unangenehm nach unten und ans Durchschlafen ist auch nicht mehr zu denken. Ich muss mich quasi aus dem Bett „wuppen“, weil die Bauchmuskeln nicht mehr so wie früher funktionieren. Der ständige Harndrang ist auch nicht so toll…Auf jeden Fall schone ich mich nicht mehr. Ich mache den Haushalt, gehe Spazieren, Einkaufen, aber dadurch ist man relativ schnell erschöpft, so dass ich mir meine Kraft einteilen oder priorisieren muss. Außerdem kehrt in den arbeitsfreien Alltag eine gewisse Langeweile ein. Erst mal ausschlafen (ich brauche ja die Kraft für die Geburt), dann Frühstücken, aufräumen, Fernsehen gucken oder was lesen, dann kommt schon bald mein Mann nach Hause und dann ist schon Abend und man kann wieder ins Bett. Klingt langweilig oder? Ich versuche mich so gut es geht mit Hobbys abzulenken (häkeln, ich versuche mit dem Nähen anzufangen, lesen usw.), eigentlich geht der Tag doch recht schnell rum, aber man hat nicht mehr das Gefühl etwas „geschafft zu haben“.

Natürlich mache ich mir auch einige Gedanken um die Geburt und die Schmerzen dabei. Zeitweise hatte ich richtig Panik bekommen: schaffe ich das überhaupt? vielleicht sind die Schmerzen doch viel schlimmer als ich mir das vorgestellt habe? Eigentlich war ich immer recht cool und hab mir gut zugeredet „das wird schon, Hauptsache nicht in Panik verfallen und ruhig atmen“…aber ob das ausreicht? Mal sehen..Ich glaube dieses überdrüssige Gefühl ist gar nicht mal so schlecht, um die Angst vor der Geburt zu verlieren. Langsam bin ich so weit, dass ich die Geburt einfach nur hinter mich bringen will um das kleine Wunder endlich im Arm halten zu können.  Drückt mir die Daumen, dass es bald losgeht!

Allgemein · Schwangerschaft

2. Trimester: Rückblick

Überall liest man, dass das zweite Trimester das schönste ist, weil man sich nun wieder fit und ausgelassen fühlt und langsam auch ein kleines Bäuchlein sieht. Diese Aussage kann ich nur bestätigen! Ab ca. der 16 SSW fühlte ich mich wieder total fit. Die Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden waren wie weggeblasen und ich fühlte mich richtig gut.

Ich glaube so richtig schwanger fühlt man sich erst, wenn man den Fötus selber spüren kann. Leider kam ich erst relativ spät in diesen Genuss, weil ich eine Vorderwandplazenta hatte. Meine Vorderwandplazenta lag quasi hinter der Bauchdecke, sodass ich die Bewegungen des Kleinen bzw. seine Tritte erst ab ca. SSW 26 wahrnehmen konnte. Ich denke vor den Tritten konnte ich auch schon leichte Bewegungen wahrnehmen, aber ich wusste nicht dass es vom Baby kommt. Die aller ersten Bewegungsanzeichen kamen ab der 18. SSW und ich würde sie als aufsteigende Bläschen oder so ein Gewimmel in den Innereien bezeichnen, vielleicht so als ob ein Fisch in den Innereien rumschwimmt. Klingt irgendwie komisch, aber mir fehlen die richtigen Worte für das Gefühl, verzeiht mir bitte!

Wenn der kleine heranwächst werden seine Bewegungen stärker und auch spürbar. Ich fand es so schön den kleinen ab ca. der 26. SSW spüren zu können. Endlich war eine Verbindung da an der ich merken konnte dass es dem Kleinen gut geht! Ab diesen Zeitpunkt hatte ich die ganzen Kontrolltermine eigentlich nicht mehr nötig, denn ich hatte einfach im Gefühl dass alles in Ordnung war.

Viele Frauen machen sich vor und während der Schwangerschaft ziemlich viele Gedanken um ihre Figur und Gewicht. Zu mir muss ich sagen, ich hatte einen normalen BMI und laut vielen Informationsquellen nimmt eine normal gewichtige Frau zwischen 10-16kg zu. Bei mir fing die Gewichtszunahme ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat an. Ich habe ziemlich konstant jeden Monat um die 2 kg zugenommen und das war ok für mich. Meine psychologische Gewichtsgrenze lag bei 20 kg, die wollte ich auf keinen Fall überschreiten. Frau ist dann doch etwas eitel hehe…Gehungert oder sowas habe ich nie. Ich habe mich möglichst ausgewogen ernährt, aber auch mal gesündigt, das gehört zur Schwangerschaft, wie ich finde, auch dazu! Ich hatte aber keine komischen Gelüste wie man sie im Fernsehen sieht oder den Klassiker hört: eingelegte Gurken mit Sahne oder was Süßem. Das Einzige was mir bei der Ernährung aufgefallen ist, war mein erhöhter Appetit aufs Fleisch. Ich konnte plötzlich jeden Tag etwas Fleischhaltiges essen, wahrscheinlich bedingt durch meinen niedrigen Eisenwert im Blut. Das Einzige worauf ich geachtet habe war, nicht kurz vor dem Schlafengehen zu essen. Das heißt nichts mehr nach 19/20 Uhr. Darauf habe ich aber auch schon vor der Schwangerschaft geachtet, denn dann ist mein Schlaf zu unruhig und nicht wirklich erholsam.

Irgendwann in der Mitte der Schwangerschaft hatte ich eine totale Panikattacke was das Anschaffen von Babysachen angeht. Ich dachte plötzlich „oh nein, was ist wenn es zu früh kommt und ich habe noch gaaar nichts gekauft. Das arme Kind hat dann gar nichts zum Anziehen!“ Tja und dann habe ich mich auf den Weg in den nächsten Babyfachmarkt gemacht und unendlich viele Stunden in online Shops verbracht. Mein größtes Problem dabei war, dass ich gar nicht wusste welche Größe ich überhaupt kaufen soll. 50,56,62?? Und wie vieeeell? Ich glaube ich habe jetzt ungefähr 6 Bodies von 56 und 62, aber zu meinem erschrecken braucht man ja mehr als nur Bodies, sondern auch noch Strampler, Unterteile (Strumpf-,Hosen), Jäckchen. Wie viele Schichten zieht man einem Baby überhaut an? Ohje das war vielleicht ein Chaos. Ich weiß jetzt, dass man einem Baby etwa eine Schicht mehr anziehen soll als man selbst trägt und ob es schwitzt oder friert kann man am Nacken erspüren. Puhhh na hoffentlich wird das was. Ich kaufe jetzt nichts mehr und schaue erst mal womit ich am besten klar komme. Jeder Mutter hat da ihre eigenen Vorlieben, so wie ich das gehört habe.

Generell kann man sagen, dass ein Baby so einiges kostet…Kinderwagen, Autositz, Babyzimmermöbel (Bettchen, Kommode etc.), Kleidung, Spielsachen, Zubehör und dann fragt man sich immer brauch ich den Kram wirklich? Ich warte nun erst mal ab wie sich das alles entwickelt und was man im Alltag wirklich braucht und was nicht…Die Geschäfte haben zum Glück auch noch nach der Geburt auf!

Allgemein · DIY · Häkeln

Elli Einhorn häkeln

Heute habe ich im weiten world wide web eine tolle Häkelanleitung für ein süßes Einhorn gefunden und wollte sie mit euch teilen!

Material:
» Schachenmayr Bravo (LL 133 m/50 g) in Weiß (Fb 8224),
Dahlie (Fb 8307), Candy (Fb 8305), Limone (Fb 8194), Rosé (Fb 8206), Gelb (Fb 8210), Atlantis (Fb 8329), Zitrone (Fb 8201) und
Sisal meliert (Fb 8267), je 50 g
» Häkelnadel 3,0 mm
» 1 Paar Sicherheitsaugen
in Schwarz, ø 6 mm
» ca. 20 g Füllwatte

Anleitung:
Alle Teile, bis auf den Schwanz und die Mähne, in Spiralrd arb.
Kopf
1. Rd (Rosé): 6 fM in einen Fadenring arb. 2. Rd: Jede fM verdoppeln (= 12 fM).
3. Rd: Jede 2. fM verdoppeln (= 18 fM).
4. Rd: Jede 3. fM verdoppeln (= 24 fM).
5. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
6. Rd: Jede 4. fM verdoppeln (= 30 fM).
7.-10. Rd (Weiß): Ohne Zunahmen fM häkeln. 11. Rd: Jede 4. und 5. fM zusammen abmaschen (= 24 fM).
12. Rd: Jede 3. und 4. fM zusammen abmaschen (= 18 fM).
13.-16. Rd: Ohne Abnahmen fM häkeln. Sicherheitsaugen zwischen der 13. und 14. Rd mit ca. 2 fM Abstand zueinander befestigen. 17. Rd: Jede 2. und 3. fM zusammen abmaschen (= 12 fM).
Den Kopf nun stopfen.
18. Rd: Je 2 fM zusammen abmaschen
(= 6 fM).
Den Kopf beenden. Das Loch am oberen Ende mit dem Restfaden schließen.

Körper
1. Rd (Weiß): 6 fM in einen Fadenring arb. 2. Rd: Jede fM verdoppeln (= 12 fM).
3. Rd: Jede 2. fM verdoppeln (= 18 fM).
4. Rd: Jede 3. fM verdoppeln (= 24 fM).
5. Rd: Jede 4. fM verdoppeln (= 30 fM).
6. Rd: Jede 5. fM verdoppeln (= 36 fM). 7.-11. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
12. Rd: Jede 5. und 6. fM zusammen abmaschen (= 30 fM).
13. Rd: Jede 4. und 5. fM zusammen abmaschen (= 24 fM).
14. Rd: Jede 3. und 4. fM zusammen abmaschen (= 18 fM).
15. Rd: Jede 2. und 3. fM zusammen abmaschen (= 12 fM).
Den Körper stopfen.
16.+17. Rd: Ohne Abnahmen fM häkeln. Den Körper zu Ende stopfen und beenden.

Beine (4x)
1. Rd (Sisal meliert): 6 fM in einen Faden- ring arb.
2. Rd: Jede 2. fM verdoppeln (= 9 fM).
3. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
4.-6. Rd (Weiß): Ohne Zunahmen fM häkeln. Das Bein beenden und stopfen.

Ohren (2x)
1. Rd (Weiß): 4 fM in einen Fadenring arb. 2. Rd: Jede 2. fM verdoppeln (= 6 fM). 3.+4. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
Das Ohr beenden, nicht stopfen.

Schwanz
In Weiß 7 Lm anschl. Ab der 2. Lm ab Häkelnd 6 fM häkeln.
Den Schwanz beenden.
Je 1 Faden in Dahlie, Candy, Limone, Atlantis und Zitrone à 5 cm abschneiden und durch das Ende des Schwanzes knüpfen. Dann zu- rechtstutzen.

Horn
1. Rd (Gelb): 4 fM in einen Fadenring arb. 2. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
3. Rd: Jede 2. fM verdoppeln (= 6 fM).
4. Rd: Ohne Zunahmen fM häkeln.
Das Horn beenden, nicht stopfen.
Mähne (5x)
In Dahlie 20 Lm anschl. Ab der 2. Lm ab Häkelnd in jede Lm 3 fM häkeln.
Die Strähne der Mähne beenden. Je 1 weitere Strähne in Candy, Limone, Atlantis und Zitrone haäkeln.

Fertigstellen:
Kopf und Körper zusammennähen. Ohren seitlich an den Kopf nähen. Beine unter den Koörper nähen. Schwanz hinten auf den Körper nähen. Das Horn zwischen den Ohren vorne auf den Kopf nähen. Die Strähnen der Mähne hinter dem Horn und zwischen den Ohren auf den Kopf nähen. In Candy die Nüstern vorne auf die Schnauze sticken. (Einen Herzknopf mit farblich passendem Nähgarn am Po der Figur annähen und ein Label nach Wahl daran befestigen.)

Diese Anleitung stamt aus dem Buch Fabelhafte Wollowbies (TOPP 6435 | ISBN 9783772464355) und wurde auf http://stricken-haekeln.de/elli-einhorn/ für den privaten Gebrauch veröffentlicht.

Viel Spaß beim Häkeln!

Allgemein · Schwangerschaft

1. Trimester Rückblick

Die Schwangerschaft neigt sich langsam dem Ende hin und ich habe mir überlegt einen kleinen Rückblick bzw. ein Resümee über die drei Trimestern zu ziehen.

Ganz am Anfang stand natürlich das schwanger werden im Mittelpunkt. Mein Mann und ich waren sehr gespannt wie schnell oder langsam die ganze Angelegenheit wohl dauern wird. Am Anfang hat wohl jeder die heimliche Sorge, ob es überhaupt klappen wird. Bis dato macht sich wohl kaum jemand Gedanken über die eigene Fruchtbarkeit, obwohl die Statistik eine ziemlich klare Sprache spricht. Frauen mit 20-25 Jahren sind am Fruchtbarsten, danach geht sie langsam aber sicher zurück. Naja wir wollten nicht gleich vom schlimmsten ausgehen, aber ich finde man setzt sich doch leicht unter Druck wenn man weiß, dass man nicht mehr im optimalen Alter ist und der optimale Zeitpunkt einer Befruchtung sich auf 2 Tage pro Monat beschränkt. Bei all diesen Gedanken um die Fruchtbarkeit hat es bei uns doch ziemlich schnell geklappt, genau gesagt nach dem dritten Monat. Man liest zwar überall dass bis zu 1 Jahr „probieren“ normal sein kann, aber ich weiß nicht ob ich es soo lange ausgehalten hätte. Ich war schon ziemlich ungeduldig und hab uns beide etwas unter Druck gesetzt…Rückblickend total dämlich und eher kontraproduktiv für die ganze Angelegenheit, aber ich hatte es mir so sehr gewünscht! Bei dem nächsten Kind wäre ich natürlich auch viel entspannter und würde nicht immer auf meine Menstruations-App schauen, um die fruchtbarsten Tage zubestimmen…

Jedenfalls eines Tages kam meine Periode nicht und ich entschloss einen Schwangerschaftstest zu machen. Ich ging also in einen Drogeriefachmarkt und besorgte mir einen Schwangerschaftstest und TADA er war POSITIV!!! Jipi worauf ich gewartet habe hat sich endlich erfüllt! Zur Sicherheit habe ich noch einen zweiten Test gemacht, der das erste Ergebnis zum Glück bestätigte. Meinem Ehemann habe ich es wie folgt offenbart: der positive Test wurde als Geschenk verpackt  und ihm vor die Nase gestellt – er hat sich ebenfalls riesig gefreut und wir beide waren einfach nur glücklich.

Erlebnis Schwangerschaft beginnt:

In den ersten Wochen war eigentlich alles wie immer. Ich habe keinen Unterschied gemerkt, das Baby ist ja nur ein Zellhaufen.

Ich frag mich wo dieses Bild herkommt dass Schwangere nur am Essen sind, das erste was ich darüber lernte war, dass Schwangere sich in ihren Essgewohnheiten ganz schön einschränken müssen. Bloß keinen geräucherten Schinken, Lachs oder Salami essen. Aber ich liiieeeebbbe doch Salami, das ist so ziemlich die einzige Wurst die mir wirklich schmeckt. Verdammt noch mal! Ok erst mal drauf verzichten…

Dann wird immer impliziert, dass auf ungewaschenen Lebensmitteln über all Toxoplasmose lauert, also alles gut abwaschen etc. Ganz zu schweigen von Produkten wo rohe oder nicht durchgegarte Lebensmittel verarbeitet werden alá Mayonnaise (Ei), Pasteten, Steaks (raw), Sushi…alles voll mit irgendwelchen Bakterien! Wie habe ich das ganze Zeug nur vorher essen können. Alles was in diesen Ratgebern stand habe ich erst mal weggelassen.

Neben der Panik vor den Bakterien, kam natürlich die Sorge um die Entwicklung des Embryos. Im ersten Trimester ist das Fehlgeburtsrisiko am höchstens, denn in dieser Phase werden alle Anlagen für das spätere Baby gelegt. Geht bei diesem Prozess etwas schief, kann es sein das es nicht lebensfähig ist und vom Körper entsprechend abgestoßen wird. Ist von der Natur sinnvoll erdacht, ist es für die werdenden Eltern natürlich kein schöner Trost.

Nach dem ich das erste Mal bei meiner Frauenärztin zur Bestätigung der Schwangerschaft war, sollte ich alle 4 Wochen zum Kontrolltermin kommen. Ich muss sagen ich war am Anfang immer sehr aufgeregt: hoffentlich entwickelt sich das Würmchen entsprechend, hoffentlich schlägt das Herz usw.

Ich war auf diese Rückmeldung ziemlich angewiesen, denn am Anfang spürt man noch nichts von dem kleinen Leben. Ich muss auch zugeben ich wurde von Schwangerschaftsbeschwerden ziemlich verschont. Mir war zum Beispiel nie übel, höchsten 2x in der Nacht aber da fühlte sich der Magen einfach nur schwummerig an. Die einzigen Beschwerden die ich hatte waren Kreislaufprobleme nach dem Aufstehen und eine Art Müdigkeit. Bei der Müdigkeit bin ich mir aber bis heute nicht sicher, ob es von der Schwangerschaft oder von meiner Arbeit kam. Ich hatte nämlich eine 40h/ Woche mit jeweils 1h pendeln pro Richtung. Das hat ganz schön an meinen Kraftreserven gezerrt. Außerdem war ich so über die Schwangerschaft aufgeregt, dass ich es meinem Chef ziemlich früh erzählt habe. Ich glaube es war in der 6ten Schwangerschaftswoche, er war auch etwas baff – hat sich aber für mich gefreut. Dazu muss ich noch sagen, dass ich in einem Labor arbeite wo es ein paar Chemikalien gibt die Krebserregend sind. Normalerweise reichen da spezielle Handschuhe und es ist alles nicht so wild, aber als Schwangere will man sicher gehen um dem Embryo nicht zu schaden.

Ein Schwangerschaftsouting, auch der Familie gegenüber, haben wir erst ab der 12 Woche gemacht. Wir dachten das wäre für uns und die Anderen besser. Ich hatte einfach keine Lust mich immer rechtfertigen zu müssen oder ausgefragt zu werden, außerdem wollte ich den zukünftigen Omas die Enttäuschung vermeiden wenn es doch zu einer Fehlgeburt gekommen wäre.Das erste Trimester verlief also ziemlich unspektakulär und ruhig, aber dafür war ich (und ich denke mein Mann auch) ziemlich dankbar.

Eure Helen

DIY · Häkeln

Mobile DIY Projekt

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich Euch mein Baby DIY Projekt vorstellen. Wie viele andere angehenden Mamas möchte ich etwas persönliches und einmaliges für die Ankunft des Babys vorbereiten. Ich habe mich dazu entschieden 6 Schäfchen für ein Mobile zu häkeln.

Die Anleitung für die Schäfchen habe ich aus dem Buch „Häkelzwerge“ von Jennifer Stiller. Ich kann dieses Buch jeden ans Herz legen. Es beinhaltet so viele schöne Projekte, von Kinderspielzeug bis zur Kleidung. Leider bin ich eine ziemlich langsame Häklerin (sagt man das so?) und das eine Projekt hat mich fast die ganze Schwangerschaft begleitet. Ich muss auch zugeben, dass ich neben der Arbeit, mich selten Abends zum häkeln motivieren konnte, aber in den letzten Tagen habe ich etwas „Zeitdruck“ bekommen und alle Schäfchen fertig gehäkelt. Ich muss sagen, ich bin ziemlich froh und stolz über das Ergebnis!

Am Anfang habe ich erst ein komplettes Schäfchen Set gehäkelt und zusammen genäht. Irgendwann bin ich dazu übergefangen 5x den Körper, Köpfe, Ohren und Beine hintereinander zu häkeln, da man sonst durch die verschiedenen Körperteile in der „Routine“ gestört wird.

Bild1

Bild2
Alle Einzelteile zusammen genäht

Am Ende habe ich alle Teile zusammen genäht und TADAAA die einzelnen Schäfchen waren in wenigen Tagen fertig. In Abweichung von der Anleitung habe ich 3 verschiedene Farben für die Schäfchen benutzt, weil

  1. Das Babyzimmer hat schon zwei blaue Wände und
  2. Farbkontraste sind höchstwahrscheinlich interessanter für Babies

Im Nachhinein hätte ich lieber einen knalligeren Rot-Ton genommen, aber damals gab es wohl nichts anderes im Handel.

Bild3
Hier seht ihr die drei verschiedenen Farben: blau, gelb und rosé. Die Schäfchen werden an einem Mobilestern angebracht.

Für das Fell wird Schachenmayr Baby Smiles Lenja Soft DK empfohlen. Dazu muss ich sagen es ist ein wirklich tolles Garn, aber sehr sehr schwer zu häkeln weil man die Maschen nicht sieht. Eine Verkäuferin im Wolle-Geschäft hat mir den Tipp gegeben einen zweiten Faden aus Baumwolle (z.B. Schachenmayr original Catania fine) mitzunehmen. Ihr führt  sozusagen zwei Fäden gleichzeitig und häkelt die Maschen wie gewohnt weiter, dadurch seht ihr in den folgenden Runden die Bereiche wo ihr mit der Nadel rein stechen müsst. Im Endeffekt habe ich trotzdem einige Fehler bei einigen Runden gemacht, denn die Schäfchen sehen nicht 100% identisch aus, aber das ist mir egal solange man erkennt was es darstellen soll und es ist dadurch individuell und einzigartig 😉

So sieht das Endergebnis aus und ich bin mehr als zufrieden:

Bild4

Eure Helen

Allgemein · Schwangerschaft

Und plötzlich bist du Mama…

Ich habe lange darüber nachgedacht wie ich meinen Blog nennen soll. Soll es meinen Namen enthalten? Oder Schlagwörter wie Schwangerschaft, Mutterglück, Baby, Kind etc. pp.? Das klang alles so unpersönlich und nichts sagend. Außerdem was soll sich der Leser denken, wenn er diese URL Adresse sieht, es impliziert doch sofort eine Erwartungshaltung für die Inhalte im Blog.

Ich habe mich für „undplötzlichbistdumama“ entschieden, weil mich dieser neue Lebensabschnitt selbst so überrascht und überwältigt. Bei dem Gedanken bald Mutter zu werden steigt bei mir eine große Ehrfurcht auf. Die Aufgaben und Verantwortung die es mit sich bringt sind einfach so unfassbar und doch das normalste und natürlichste der Welt.

In meinem Umfeld bin ich bzw. sind wir eins der ersten Paare die ein Kind bekommen und in meinem bisherigen Leben haben Kinder keine große Rolle gespielt, denn ich hatte wenig Umgang mit Babies oder Kleinkindern. In meiner Verwandtschaft oder bei Freunden gab es einfach keine Babies an den man sich für diese Rolle austesten oder vorbereiten konnte. Auch habe ich als Teenager nie den Babysitter gespielt. Als Jugendliche hatte ich fast schon Angst vor Babies – es war einfach eine innere Hemmung sie anzufassen und die unbegründete Angst davor sie könnten zu weinen anfangen. Ich denke einige junge Frauen haben diese Phase im Leben, in der man denkt „ich will niemals Kinder haben“ sondern lieber Karriere machen.

Nun denn wenn man älter und reifer wird und den passenden Partner findet ändert sich diese Ansicht recht schnell! Nun bin ich in der 37. SSW und erwarte bald mein erstes Kind.

Mir ist am Anfang der Schwangerschaft aufgefallen, dass Themen die Schwangerschaft, Geburt und Kinder betreffen häufig eine Art Mysterium sind. Es liegt wohl daran, wie schon erwähnt, dass ich wenig Kontakt zu Babies/Kindern und Eltern hatte, bevor ich schwanger wurde und man als junge Frau andere Interessen hat als Windelinhalt oder Erziehungsmethoden. Frau weiß wie sie die Schwangerschaft verhindern kann, aber wie steht es darum wenn man ein Kind möchte und was macht es mit dem Körper und dem bisherigen Leben? Es scheint mir ein so neuer/ abgekapselter Lebensabschnitt zu sein, in den man erst richtig einsehen kann wenn man selbst in ihn eintritt. Vielleicht werden heutzutage auch einfach zu wenig Babies geboren, denn viele jüngere Freundinnen haben wie ich am Anfang, ein ziemlich großes Fragezeichen in den Augen, wenn es um Schwangerschaft und Kinder geht.

Seit dem ich schwanger bin habe ich sooo unendlich viel über meinen Körper und die Entwicklungsprozesse des Babies gelernt. Die Zeit verrann am Anfang so langsam und ich dachte wow noch 9 Monate vor mir – das ist doch fast ein ganzes Jahr!!! Seit aber die Hälfte der Zeit um ist, verrennt die Zeit ungemein schnell, dass ich denke „ohje…und dann bist du plötzlich Mama! Bin ich überhaupt darauf vorbereitet!?“
Manchmal überkommt mich eine leichte Panik an den Gedanken dass der Kleine bald da ist. Man bekommt ja leider keine Bedienungsanleitung mit dem Baby mitgeliefert. Ich versuche die ganze Sache so unvoreingenommen wie es geht auf mich zukommen zu lassen. Ich will nicht schon festgefahrene Erwartungen und Verhaltensmuster auf das Baby projizieren, da man dadurch nur enttäuscht werden kann. Außerdem ist jedes Wesen anders und was bei dem einen funktioniert muss nicht unbedingt bei dem zweiten so sein.

Jedenfalls bin ich momentan hin und hergerissen zwischen Vorfreude, Angst und Interesse auf das neue Lebewesen. Es kommt mir nur manchmal so surreal vor, dass in ein paar Wochen ein kleines Wesen aus mir rauskommt und unsere Welt auf den Kopf stellen wird. Ich habe den Titel „und plötzlich Mama“ gewählt, um mein Gefühl von diesem Umbruch Ausdruck zu verleihen und meine Gedanken zu dem Thema halbwegs geordnet wiederzugeben. In den nächsten Wochen wollte ich versuchen meine Beobachtungen niederzuschreiben und hier teilen.

Bis bald Eure Helen