Schwangerschaftsmode · Style

Hilfe! Ich bin schwanger und habe nichts zum Anziehen…

So liebe Mädels, hier wollte ich ein bisschen auf Schwangerschaftsmode eingehen, denn für uns Frauen ist Kleidung doch ein ziemlich wichtiges Thema und ich kann Euch beruhigen in der Schwangerschaft kann man sich schön und stilvoll kleiden!

Je nachdem wie Euer Bauch wächst kann es sein das ihr erst relativ spät „Umstandsmode“ braucht. Irgendwie ist Umstandsmode wirklich kein schöner Begriff, dabei muss ich immer an Omaschlüpfer und Gesundheitslatschen denken – deswegen sage ich lieber Schwangerschaftsmode oder Belly-Style.

Eure Oberteile (Blusen, Pullover, T-shirts etc.) werdet ihr wahrscheinlich relativ lange tragen können, wahrscheinlich bis zum 5 Monat oder länger. Es kommt natürlich sehr stark auf den Schnitt an. Ich habe noch bis zum 8ten Monat einige Oberteile tragen können, weil sie entweder sehr weit oder streckbar waren. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden Eure Oberteile aber zu kurz werden, weil der Bauch den Stoff hochzieht. Das ist der späteste Zeitpunkt an dem Ihr euch nach neuen Oberteilen umsehen werdet. Aber auch hier muss es nicht unbedingt spezielle Schwangerschaftskleidung sein, ihr könnt auch einfach etwas größere Oberteile kaufen. Der Vorteil an der Schwangerschaftsmode ist, dass Ihr meist die selbe Konfektionsgröße wie vorher tragen könnt (= guter Sitz an Schultern, Armen), der Stoff aber am Bauch entsprechend elastisch oder ausgestellt ist.

Ein größeres Problem stellen (für mich) die Unterteile dar wie Jeans, Leggins, Strumpfhosen): Hier gibt es einige Optionen. Wenn die Hosen anfangen am Bauch eng zu werden kann man folgenden Trick anwenden: Haargummi am Knopfloch ziehen und befestigen und das andere Ende am Knopf befestigen: so gewinnt ihr ein paar Zentimeter Umfang. Es gibt auch Bunderweiterung mit mehreren Knopflöchern (siehe Bild).

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Hosenbunderweiterung

Darüber solltet ihr möglichst ein langes Oberteil tragen damit die halbgeöffnete Hose nicht auffällt. Alternativ kann man auch ein Bauchband kaufen und die Hose oder kürzer werdende Oberteile damit kaschieren. Ein Bauchband ist angeblich ein „must have“ für die Schwangerschaftsmode, aber ehrlich gesagt habe ich mir keins gekauft, weil es nicht zu meiner Kleidung gepasst hat. Außerdem war ich hauptsächlich in der kalten Jahreszeit schwanger (von September – Mai) und habe daher hauptsächlich lange Pullover getragen.

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Hier ein Beispiel für ein Bauchband. Quelle: baby-walz.de

Ich persönlich hatte einige Probleme mit den Hosen in der Schwangerschaft: ich bin eigentlich eine 98% Jeansträgerin am liebsten in skinny, boot cut o.Ä. Als ich schwanger war, konnte ich ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat einfach keine Jeans mehr tragen. Es hat meinen Bauch oder die Leiste einfach unangenehm eingeengt. Meine Lieblingsschwangerschafts-Unterteile wurden mit der Zeit Leggins, Treggins und Strumpfhosen. Die waren einfach so bequem, schneiden nirgendwo ein und wachsen bis zu einem bestimmten Grad mit.

Generell gibt es bei den Schwangerschaftsunterteilen zwei Typen von Hosen: Unterbauchbund und Überbauchbund-Hosen.

  • Unterbauchbundhosen haben einen elastischen Bund und hören meist knapp unter oder auf dem Bauchnabel auf.
  • Überbauchbund-Hosen haben einen elastischen Bund oder Stoff (bei Jeans) der bis zu den oberen Rippen (Magenbereich) reichen kann.
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Quelle: http://www.esprit.de

Was einem am ehesten zusagt muss jeder selbst entscheiden und ausprobieren. Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich einige Probleme mit der Überbauchbundvariante hatte, weil sie zum Beispiel bei einer Jeans leicht runterrutschen können oder sie nach dem Sitzen immer hochziehen muss. Außerdem hatte ich in der späteren Schwangerschaft oft ein unangenehmes Druckgefühl, durch den Bund, auf dem Magen. Dadurch wurde mir oft übel und ich fühlte mich einfach nicht wohl. Besser war es mit dem Überbauchbund bei Strumpfhosen und manchen Leggins, da kommt es aber auch auf die Stärke und Qualität des Bündchens an. Am besten kam ich aber mit Unterbauchbund-Hosen klar. Ich hatte mir mal eine Treggings von Esprit (im Angebot!) geholt und die trage ich immer noch (10ter Monat). Sie ist schön elastisch, hält gut (ich muss nirgendwo nachziehen) und sieht auch noch sehr gut aus. Der Einzige Nachteil bei Unterbauchbund Hosen ist, dass man in der voranschreitenden Schwangerschaft ziemlich häufig auf Toilette muss. Der Unterbauchbund kann den Druck auf die Harnblase noch etwas erhöhen und man muss häufiger auf  die Toilette.

Ein Tipp für Unterteile: Achtet darauf, dass sie einen verstellbaren Hosenbund haben. Am Bund gibt es auf beiden Seiten eine Knopfleiste mit der Ihr die Weite des Bündchens einstellen könnt. Das ist super praktisch für die voranschreitende Schwangerschaft und den wachsenden Bauch! Ansonsten kann es passieren, dass ihr noch mal Geld für eine größere Hose ausgeben müsst.

Knopfbund
Knopfleiste am Hosenbund

Hier muss ich noch mein Lieblingsteil in der Schwangerschaft präsentieren:

DER JOGGER

Jogger H&M
Jogger für gemütliches rumlümmeln auf dem Sofa.

Ich lieeeebe meinen Jogger von H&M!!! Es war die beste Entscheidung meines Lebens Geld in dieses Kleidungsstück zu investieren. Es fühlt sich einfach wie eine zweite Haut an, es drückt und zwickt nicht und ist perfekt für gemütliche Abende (oder den ganzen Tag) auf dem Sofa.

Falls ihr nicht wisst wo ihr Schwangerschaftsmode findet, ich habe hauptsächlich in den folgenden Shops eingekauft oder kann diese empfehlen (es gibt aber natürlich viele weitere Marken):

H&M

Esprit

BonPrix

Mama licious

Asos

Liebe Grüße

Helen