DIY · Nähen

Dreieckstücher selbst genäht!

Juhu ich hab es endlich geschafft die alte Nähmaschine von meiner Mama mit einem kleinen Nähprojekt einzuweihen: ein Sabberlätzchen.

Ich bin eine totale Nähanfängerin und habe bisher noch nie etwas genäht, deswegen wollte ich mich an etwas leichtes rantasten. Ein Dreieckstuch bzw. Sabberlätzchen erschien mir als ein geeignetes Projekt…und tatsächlich man muss nur den Stoff entsprechend der Vorlage (Schnittmuster) zuschneiden und einfach zusammen nähen, zack und fertig!

Die Sabberlätzchen wurden auch mehr als dringend benötigt, da mein Kleiner seine Hände ununterbrochen im Mündchen hat und nach 2-4h ein Tuch durchgenäßt ist (und wir haben immer noch keine Zähne), das heißt am Tag könnte ich um die 3 Stück verbrauchen.

Die größte Herausvorderung für mich war das Zuschneiden, besonders wenn man einen elastischen Stoff wie Jersey benutzt. Mal sehen ob ich noch ein Jerseyliebhaber werde, aber bisher bin ich noch kein Fan davon. Die Enden rollen sich immer ein, der Stoff zieht sich immer wieder weg wodurch das schneiden mit einer Schere zu einer echten Herausforderung wird, beim Nähen wird der Stoff schlecht weiter transportiert bäähhh. Leichter war das Nähen eines Sweatshirt Stoff. Es eignet sich auch viel besser für ein Dreieckstuch, weil es viel mehr Flüssigkeit aufnehmen kann als der dünne Jersey Stoff. Mit der Saugfähigkeit bin ich aber immer noch nicht 100% zufrieden, die gekauften Tücher haben irgendwie mehr Saugkraft oder halten die Feuchtigkeit länger zurück. Der Stoff fühlt sich auch viel „fester“ an als Sweat oder Jersey stoff. Ich will ja nicht das der Kleine immer einen feuchten Lappen um den Hals hat. Kann jemand einen Tipp geben was man da machen kann? Einen anderen Stoff benutzen? oder Füllmaterial/Vlies einnähen? Würde mich über ein Paat Hinweise freuen.

Die Dreieckstücher habe ich nach drei verschiedenen Vorlagen genäht.

Nr. 1: Sabberlatz von Lybstes Ist eine schöne Vorlage mit Nähanleitung, jedoch wirklich nur für Babys bis 3 Monate geeignet. Hab es wohl zu spät genäht, ab 3 Monaten passte ihm das Halstuch noch um den Hals, liegt aber schon sehr eng an und es ist von der Fläche her einfach zu klein.

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So sieht mein genähtes Sabbertuch aus

Nr. 2:http://blog.bernina.com/de/2013/10/baby-basics-1-wir-nahen-ein-halstuch/ , diese Vorlage hat mir bisher am besten gefallen.

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Vorderseite
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Rückseite mit Kuschelbaumwollfleece für die kalte Jahreszeit

 

Nr. 3: Halstuch aus dem Buch Zuckersüß von Kopf bis Fuß, ist dem von Nr. 2 ähnlich, hier hat man aber nur eine Größe zur Auswahl, es befindet sich sehr viel Stoff unter dem Hals, ich würde sagen ist für Babys erst ab 6 Monate geeignet.

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Eure Helen

Allgemein · Baby

Was sind Koliken?

Wie sehr hat man sich während der Schwangerschaft auf das Baby gefreut. Hat sich ausgemalt wie der Alltag sein wird, das Baby lieb kuscheln und mit ihm Lachen und Spielen zu können.

Das war eine schöne Vorstellung, doch ich musste feststellen, dass Babys am Anfang noch nicht viel können. Babys kommen eigentlich 3 Monate zu früh und „unfertig“ zur Welt. Das ist wohl der Preis für das große Gehirn der Menschen, da 3 Monate später keine normale Frau so einen riesigen Kopf aus dem Unterleib pressen könnte. Doch was meine ich mit unfertig? Eigentlich alles, Babys können am Anfang noch nicht richtig sehen, höchstens auf 30 cm Entfernung und wenn Sie etwas sehen oder hören, kann es sehr leicht passieren das sie überreizt reagieren, da sie das Geräusch noch nicht einordnen können. Babys müssen erst sich selbst entdecken: Hände, Füße, eigene Geräusche von der Umwelt abgrenzen. Außerdem ist der Darm, bei der Geburt, noch nicht wirklich funktionsbereit. Er muss erst in Gang kommen und der Dickdarm durch Mikroorganismen besiedelt werden. Das Baby hat es also ziemlich schwer am Anfang und muss sich dem neuen Leben außerhalb des Bauches anpassen. Die Anpassungsschwierigkeiten können sich als Koliken äußern. Doch was sind Koliken überhaupt? Auf einer Seite habe ich das hier gefunden: „Koliken ist ein Sammelbegriff für jedes unkontrollierte Weinen eines Babys, das eigentlich gesund ist.“ – Ok, es ist gesund – das klingt doch schon mal gut!

Wie äußern sich Koliken?

  • Das Baby schreit untröstlich, hat Regelmäßige Schreianfälle und lässt sich kaum beruhigen. Angeblich kommen diese Schreianfälle gehäuft am Nachmittag und Abend vor.
  • Koliken können sich auch als Blähungen äußern, bei dem das Baby seine Beine immer wieder an den Bauch drückt und dann durchstreckt. Ihr müsst bedenken die Verdauung der Babys funktioniert noch nicht so gut und wenn mal ein Pups quersitzt tut das ziemlich weh!

Ursachen von Koliken können sein:

  • Blähungen
  • Große Nahrungsmengen die verarbeitet werden müssen, denn Babys nehmen zum Teil ein Fünftel ihres Körpergewichts an Nahrung auf.
  • Babys Nervensystem ist unausgereift (Überreizung)
  • Regulationsstörungen, diese werden in Schrei-/ Schlaf- und Futterstörungen unterteilt.

->Unter Schreistörungen versteht man exzessives Schreien unter der verminderte Fähigkeit sich selbst Beruhigen zu können. Häufig sind diese Babys sehr interessiert und aufnahmefähig, können aber schlecht von den ganzen Eindrücken „abschalten“ und überreizen sehr leicht. Das einzige Mittel das Babys am Anfang kennen ist leider das Schreien.

-> Schlafstörungen: Im Idealfall wachen Babys nachts auf, trinken etwas und schlafen nach 30 min wieder ein. Bei einer Schlafstörung wird das Baby nachts sehr häufig wach und findet nicht mehr zurück in den Schlaf.

->Futterstörungen: zum Beispiel wenn das Baby nur kurz trinkt oder häufig trinken will, nach der Mahlzeit nicht lange zufrieden ist.

Während der Entwicklung der Babys in den ersten Monaten haben bestimmt schon alle Eltern Erfahrungen mit Koliken gemacht. Es müssen sich auch nicht alle Punkte manifestieren, wir hatten zum Beispiel hauptsächlich mit Blähungen und Überreizung zu kämpfen und entsprechende Gegenmaßnahmen müssen dann ergriffen werden. Diese werde ich aber in meinem nächsten Beitrag über Blähungen bei Babys darstellen.

Letztendlich war es bei uns aber so, dass all die Tipps und Mittelchen eigentlich kaum was gebracht haben. Das einzige was wirklich geholfen hat: war den kleinen ganz doll lieb haben, tragen und das Geschrei aushalten und abwarten. So einfach und doch so schwer ist es! An alle verzweifelten Eltern da draußen, haltet durch! Es wird wirklich besser mit der Zeit, auch wenn man es nicht glauben mag. Bei uns fing es ab der 8ten Woche an besser zu werden und mit 16 Wochen merken wir eigentlich gar nichts mehr von den Koliken (dafür kommen jetzt die Zähne, juhu….).

Allgemein · Baby

Top und Flops bei Anschaffungen fürs Baby, Teil I

Vor der Ankunft des Babys macht man sich einige (ziemlich viele sogar!) Gedanken um die Anschaffungen fürs Baby. Ich wollte nach 2 Monaten mein erstes Resümee ziehen was sich für mich gelohnt hat und was nicht.

Top:

  • Spucktücher: Eins kann man sich sicher sein, davon kann man niemals zu viel haben! Ich behaupte mal, dass Babyboy kein Spuckkind ist und dennoch kommt ihm hier und da mal etwas hoch. Ich habe in den meisten Zimmern 1-2 Spucktücher rumfliegen, denn nach dem Stillen ist erstmal Bäuerchen machen angesagt und zwischen dem Shirt und dem Kind sollte möglichst ein Spucktuch liegen. Meiner Erfahrung nach, kommt immer was mit hoch wenn man gerade KEINS in der Nähe hat.
  • Beistellbett: Ziemlich super Erfindung. Der Kleine liegt neben dir, aber in seinem eigenen Bettchen aus dem er auch nicht rausfallen kann. Ich hatte vorher die Panik, dass ich das Baby im Schlaf ausversehen platt walzen könnte (kann natürlich nicht passieren, das weiß ich jetzt). Das praktische ist, man kann einfach rüber greifen, um den Kleinen zu beruhigen oder den Schnuller wieder reinzustecken, ohne aufstehen oder über ein Gitter greifen zu müssen. Außerdem finde ich hat man die perfekte Nähe/Distanz Verhältnis, denn kleine Babys können nachts ziemlich laut sein. Meiner jedenfalls grunzte und röchelte am Anfang sehr laut.
  • Tragetuch: Ist super in den ersten Wochen und danach. Sehr nützlich wenn man zwei Hände freihaben will, um etwas im Haushalt zu schaffen. Auch super um das Baby in den Schlaf zu schunkeln, denn irgendwann werden die Arme müde!
  • Kinderwagen: Bei mir erst nützlich seit der 6ten Woche. Vorher hat er Panikartig in dem Ding geschrien. Nun ist es ganz praktisch um mal aus dem Haus zu kommen und sich wieder zu bewegen (ich fühle mich immer noch so schnell k.o.). Dank Schnuller kann er sich auch im Kinderwagen beruhigen und einschlafen – leider aber nur so lange das Ding in Bewegung bleibt.
  • Schnuller: Ich hatte am Anfang wirklich sorge wegen Saugverwirrung oder ähnlichem, aber im Endeffekt kommt es doch sehr sehr selten vor und der Schnuller, wenn er angenommen wird, ist wirklich ein Segen. Ich kann ohne den Schnuller nicht mit dem Kinderwagen spazieren gehen, geschweige denn Autofahren. Babyboy gehört leider nicht zu den Kindern, die müde sind, in die Leere gucken und dann einfach so einschlafen oder sich selbst beruhigen können. Aber Nuckelhilfen können helfen, Danke! Bisher nimmt er nur den Philips Avent Soothie..ich hoffe er nimmt bald auch einen anderen, denn den Soothie darf man nur bis zum 3. Monat benutzen ;-(
  • Activity Center: Seit Babyboy über 6 Wochen ist, kann ich ihn mal „alleine“ im Activity Center spielen lassen. Er schaut vergnügt die bunten Farben, Speizeuge und Lichter an. Toller Nebeneffekt, solange Babylein beschäftigt ist, kann Mama sich schnell ein Brot in die Figur schieben.

Flop:

  • Stubenwagen: haben wir gebraucht gekauft. Ein Mal ausprobiert und dann nie wieder. Irgendwie mag er das zur Seite Schaukeln nicht so sehr, fängt gleich an zu weinen, aber wir haben da auch keine tolle Matratze für gekauft. Nun wird sie wieder verkauft.

 

 

Allgemein · Baby

Ein Jaein zum Stillen #Blogparade Wochenbett

Da ich gerade das Wochenbett meines ersten Kindes hinter mir habe bin ich dem Aufruf zur # Blogparade mit dem Thema Wochenbett von motherbirthblog gerne gefolgt.

Das Wochenbett war für mich eine Blackbox, ein wages Vorstellungsgebilde mit unterschiedlichen Hoffnungen und Erwartungen. Ich stellte mir eine glückliche Familie vor, die sich rund um die Uhr um den neuen Erdenbürger kümmern wird mit viel Elan und Hingabe, aber auch mit Erschöpfung zu kämpfen hat. So in etwa war meine Vorstellung, aber wie mein Wochenbett dann tatsächlich wurde, hätte ich niemals erwartet. Aber eins nach dem anderen:

Die Geburt verlief bei mir sehr heftig aber dafür schnell und ohne Komplikationen, daher war ich danach körperlich sehr schnell wieder auf der Höhe. Vom ersten Moment an, als ich mein Baby gesehen habe, war diese tiefe, bedingungslose Liebe da. Ich dachte einfach nur „Er ist soo schön, so perfekt, ich liebe ihn über alles“, diese Emotionen hätte ich mir niemals träumen lassen. Die ersten Wochen nach der Geburt fuhren die Emotionen bei mir Achterbahn. Ich hätte wegen jeder emotionalen Aussage sofort heulen können, zum Beispiel wenn mein Mann sagte „Ich will für euch da sein“ oder „Er ist das größte Geschenk“. Mich hatte wohl der Babyblues erwischt!

Die unschöne Seite des Wochenbettes war der verdammte Kampf mit meinen Brustwarzen und dem Stillen! Die ersten zwei Wochen war ich gefühlt nur mit meinen Brustwarzen beschäftigt. Warum erzählt es einem keiner, dass stillen ziemlich schmerzhaft ist! Erst jetzt wurde mir klar, dass in der Öffentlichkeit das Stillen ziemlich romantisiert wird. Man stelle sich die glückliche Mutter vor, die an einem schönen lau warmen Abend auf dem Sofa sitzt – sie ist in ein warmes Licht gehüllt und schaut dabei liebevoll auf ihr Baby, dass sie gerade stillt. Beide sind soooo glücklich und der Moment scheint perfekt zu sein. So war jedenfalls meine Vorstellung. Ich sag euch was: es ist alles Augenwischerei! Am Anfang tut das Stillen (wahrscheinlich bei jeder Erstgebärenden) verdammt weh!!! Ohne Witz, so einen Schmerz habe ich noch nie gespürt. Wenn das Baby eure Brustwarze in den Mund nimmt und ihr verkrampft weil ihr schon wisst das es gleich weh tun wird… dann ist es soweit der stechende Schmerz durchzieht den ganzen Körper, ihr müsst die Zähne zusammen beißen um nicht aufzuschreien, DAS ist Stillen (am Anfang). Von wegen Friede Freude Eierkuchen…in den ersten zwei Wochen kreißten meine Gedanken und Gefühle nur um das Stillen. Ich habe mir ziemlich Vorwürfe gemacht, dass ich das Stillen nicht „genießen“ kann. „Warum kann ich nicht diese Schmerzen einfach aushalten, es ist doch das Beste für mein Baby“, habe ich immer gedacht. Ich habe jeden Tag geheult, weil ich mit dieser Situation nicht klar kam, ich wollte doch stillen, wollte die Erwartungen erfüllen, wollte perfekt sein? Warum erzählt es keiner vorher, dass es so schmerzhaft und problematisch ist? Und das schlimmste dabei war, ich konnte mein Baby gar nicht richtig genießen oder geschweige denn „kennenlernen“, denn ich wusste, wenn es das nächste Mal aufwacht, will es wieder essen und das bedeutet STILLEN. Ich hatte schon langsam Panik vor dem Stillen, meine Brustwarzen haben so weh getan: alles war wund, rissig und total empfindlich. Wie ihr euch vorstellen könnt, war dieser ganze Stress ebenfalls nicht förderlich für die Milchproduktion. Ich befand mich plötzlich in einer Spirale von Schuldgefühlen und inneren Stillzwang und war total unglücklich und sogar manchmal „sauer“ auf das Baby warum es denn nicht richtig trinken mag. Dazu muss ich sagen, dass er häufig an der Brust eingeschlafen ist und viel genuckelt hat, dadurch konnte sich eine Mahlzeit in die Ewigkeit ziehen, was nicht sehr förderlich für die Brustwarzen war.

Als ich an diesen Punkt angelangt bin, in dem das Stillen und das Baby mit negativen Gefühlen wahrnimmt, musste sich endlich was ändern! Meine Rettung war die Säuglingsnahrung. Ich geb es ganz offen zu, ich hab irgendwann zugefüttert! Am Anfang hatte ich sogar ein ziemlich schlechtes Gewissen und ein Gefühl des Versagens dabei, aber genau deswegen möchte ich es hier ansprechen. Man hat als Frau/ Mutter ein Idealbild im Kopf und will irgendwelchen Standards entsprechen. Doch man muss den Weg finden der für einen Selbst der Richtige ist. Für alles gibt es eine Lösung, man muss sich nur zu helfen wissen. Ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen meiner Hebamme über das Zufüttern zu erzählen, ich fühlte mich gleich in einer Verteidigungsposition, denn man muss sich (gefühlt) immer erklären warum man nicht vollstillt.

So habe ich die Zwiemilch Ernährung eingeführt. Zwiemilch beschreibt die Fütterungsform des Stillens UND der Fläschengabe (ob nur 1x am Tag oder mehrfach).

Ich hab es jedenfalls so gemacht: Ich hatte vom Krankenhaus eine Pumpe verschrieben bekommen und diese habe ich dann 1-2 Tage benutzt, um meine Brustwarzen zu entlasten, aber die Milchproduktion immer noch beizubehalten. Es ist erstaunlich wie schnell die Brustwarzen sich erholen können, endlich konnten die Risse heilen. Während dessen habe ich Pre Nahrung an unser Baby gefüttert. Nach diesen 2 Tagen habe ich den Kleinen wieder gestillt, aber immer nur ca. 15min pro Brust und ihm danach die Flasche angeboten, falls er noch nicht genug getrunken hat. Ich muss sagen das hat super geklappt! Ich fühlte mich endlich gut und war mir sicher der Kleine bekommt genug zu essen und ich hatte nicht mehr den Psychodruck bis zur Unendlichkeit stillen und die Schmerzen aushalten zu müssen. Erst nach dieser Umstellung konnte ich mich endlich dem Kleinen widmen und ihn genauer Kennenlernen.

Und wisst ihr was? Ich stille nach 6 Wochen wieder (so gut wie) voll 😉 Durch das entspannte Verhältnis zum Stillen wurde die Milchproduktion wohl wieder angekurbelt und ich habe so gut wie keine Schmerzen mehr dabei.

Daher ist mein Plädoyer: Stresst euch wegen dem Stillen nicht so! Auch Flaschen- oder Zwiemilchkinder werden groß und gesund und DAS sollte doch das wichtigste für uns Mütter sein 🙂

 

 

Allgemein

Mütter nehmen sich nicht frei (?)

Kennt ihr auch diese Werbung von Wick DuoGrippal? Ich glaube ich habe sie das erste mal letztes Jahr im Herbst gesehen und war ehrlich gesagt etwas schockiert.

Der Werbeslogan: „Mütter nehmen sich nicht frei, Mütter nehmen Wick DuoGrippal“ macht mich ziemlich wütend. Es wird impliziert, dass Mütter niemals eine Auszeit nehmen dürfen, nicht mal wenn sie krank sind. Was soll das? Welches Gesellschaftsbild wird hier vermittelt? Ist die Frau einzig und allein für die Versorgung der Kinder verantwortlich. Wo ist der verständnisvolle, hilfsbereite Mann? Es wird natürlich eine klassische Geschlechterrollenteilung vermittelt, in den Frauen hauptsächlich für die Kinderbetreuung zuständig sind. Das wird noch mal verdeutlicht durch die Abmeldung der Mutter bei der Tochter, was ja irgendwie ganz ulkig ist/ sein sollte.

Leider entspricht die Werbung sehr wahrscheinlich der Realität in deutschen Familien. Der Mann ist meist der Hauptverdiener und die Frauen sind erstmal nur in Teilzeit beschäftigt. Nicht jede Frau hat auch noch das Glück einen verständnis vollen Mann zu haben der Kinderbetreuung und Haushalt als Tag füllende und erschöpfende Arbeit ansieht. Manche erwarten auch noch von der Frau „bedient“ zu werden (Essen soll auf den Tisch wenn der Mann nach Hause kommt) oder kontrolliert wie sauber das Haus ist. Auch wenn eine Frau sich für das Modell Vollzeitmama entscheidet, ist das vollkommen okay, denn jeder soll das machen was für ihn am besten ist. Außenstehenden steht es nicht zu, über das Lebensmodell anderer zu urteilen. Für mich ist ein Teilaspekt des Feminismuses, die Wahlmöglichkeiten der Frauen! Früher war der Lebensweg vorgeprägt, wir mussten die Erwartungen der Gesellschaft erfüllen (Heirat, Kinder, Bevormundung durch Männer etc. pp.) Ich bin dafür, dass keine Frau in eine Schublade gesteckt werden sollte und ich möchte alle Mütter ermutigen ihre Wünsche bei dem Partner einzufordern! Auch wenn man Vollzeitmama ist, auch Ihr dürft euch eine Auszeit nehmen und krank sein oder einem Hobby nachgehen. Wir sind keine Maschinen und kein Medikament kann uns dauerhaft zum „funktionieren“ bringen.

Doch wir Frauen müssen den Männern auch Vertrauen entgegenbringen, dass sie den Haushalt alleine hinbekommen oder sich um das Kind kümmern können. In dieser Hinsicht sollten wir auch lernen loszulassen und dem Papa einen Platz beim Kind eingestehen.

Wie seht ihr den Werbespot, ist meine Reaktion übertrieben oder fühlt ihr euch auch auf den Schlips getreten?

 

 

 

 

Schwangerschaftsmode · Style

Hilfe! Ich bin schwanger und habe nichts zum Anziehen…

So liebe Mädels, hier wollte ich ein bisschen auf Schwangerschaftsmode eingehen, denn für uns Frauen ist Kleidung doch ein ziemlich wichtiges Thema und ich kann Euch beruhigen in der Schwangerschaft kann man sich schön und stilvoll kleiden!

Je nachdem wie Euer Bauch wächst kann es sein das ihr erst relativ spät „Umstandsmode“ braucht. Irgendwie ist Umstandsmode wirklich kein schöner Begriff, dabei muss ich immer an Omaschlüpfer und Gesundheitslatschen denken – deswegen sage ich lieber Schwangerschaftsmode oder Belly-Style.

Eure Oberteile (Blusen, Pullover, T-shirts etc.) werdet ihr wahrscheinlich relativ lange tragen können, wahrscheinlich bis zum 5 Monat oder länger. Es kommt natürlich sehr stark auf den Schnitt an. Ich habe noch bis zum 8ten Monat einige Oberteile tragen können, weil sie entweder sehr weit oder streckbar waren. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden Eure Oberteile aber zu kurz werden, weil der Bauch den Stoff hochzieht. Das ist der späteste Zeitpunkt an dem Ihr euch nach neuen Oberteilen umsehen werdet. Aber auch hier muss es nicht unbedingt spezielle Schwangerschaftskleidung sein, ihr könnt auch einfach etwas größere Oberteile kaufen. Der Vorteil an der Schwangerschaftsmode ist, dass Ihr meist die selbe Konfektionsgröße wie vorher tragen könnt (= guter Sitz an Schultern, Armen), der Stoff aber am Bauch entsprechend elastisch oder ausgestellt ist.

Ein größeres Problem stellen (für mich) die Unterteile dar wie Jeans, Leggins, Strumpfhosen): Hier gibt es einige Optionen. Wenn die Hosen anfangen am Bauch eng zu werden kann man folgenden Trick anwenden: Haargummi am Knopfloch ziehen und befestigen und das andere Ende am Knopf befestigen: so gewinnt ihr ein paar Zentimeter Umfang. Es gibt auch Bunderweiterung mit mehreren Knopflöchern (siehe Bild).

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Hosenbunderweiterung

Darüber solltet ihr möglichst ein langes Oberteil tragen damit die halbgeöffnete Hose nicht auffällt. Alternativ kann man auch ein Bauchband kaufen und die Hose oder kürzer werdende Oberteile damit kaschieren. Ein Bauchband ist angeblich ein „must have“ für die Schwangerschaftsmode, aber ehrlich gesagt habe ich mir keins gekauft, weil es nicht zu meiner Kleidung gepasst hat. Außerdem war ich hauptsächlich in der kalten Jahreszeit schwanger (von September – Mai) und habe daher hauptsächlich lange Pullover getragen.

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Hier ein Beispiel für ein Bauchband. Quelle: baby-walz.de

Ich persönlich hatte einige Probleme mit den Hosen in der Schwangerschaft: ich bin eigentlich eine 98% Jeansträgerin am liebsten in skinny, boot cut o.Ä. Als ich schwanger war, konnte ich ab dem 3ten Schwangerschaftsmonat einfach keine Jeans mehr tragen. Es hat meinen Bauch oder die Leiste einfach unangenehm eingeengt. Meine Lieblingsschwangerschafts-Unterteile wurden mit der Zeit Leggins, Treggins und Strumpfhosen. Die waren einfach so bequem, schneiden nirgendwo ein und wachsen bis zu einem bestimmten Grad mit.

Generell gibt es bei den Schwangerschaftsunterteilen zwei Typen von Hosen: Unterbauchbund und Überbauchbund-Hosen.

  • Unterbauchbundhosen haben einen elastischen Bund und hören meist knapp unter oder auf dem Bauchnabel auf.
  • Überbauchbund-Hosen haben einen elastischen Bund oder Stoff (bei Jeans) der bis zu den oberen Rippen (Magenbereich) reichen kann.
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Quelle: http://www.esprit.de

Was einem am ehesten zusagt muss jeder selbst entscheiden und ausprobieren. Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich einige Probleme mit der Überbauchbundvariante hatte, weil sie zum Beispiel bei einer Jeans leicht runterrutschen können oder sie nach dem Sitzen immer hochziehen muss. Außerdem hatte ich in der späteren Schwangerschaft oft ein unangenehmes Druckgefühl, durch den Bund, auf dem Magen. Dadurch wurde mir oft übel und ich fühlte mich einfach nicht wohl. Besser war es mit dem Überbauchbund bei Strumpfhosen und manchen Leggins, da kommt es aber auch auf die Stärke und Qualität des Bündchens an. Am besten kam ich aber mit Unterbauchbund-Hosen klar. Ich hatte mir mal eine Treggings von Esprit (im Angebot!) geholt und die trage ich immer noch (10ter Monat). Sie ist schön elastisch, hält gut (ich muss nirgendwo nachziehen) und sieht auch noch sehr gut aus. Der Einzige Nachteil bei Unterbauchbund Hosen ist, dass man in der voranschreitenden Schwangerschaft ziemlich häufig auf Toilette muss. Der Unterbauchbund kann den Druck auf die Harnblase noch etwas erhöhen und man muss häufiger auf  die Toilette.

Ein Tipp für Unterteile: Achtet darauf, dass sie einen verstellbaren Hosenbund haben. Am Bund gibt es auf beiden Seiten eine Knopfleiste mit der Ihr die Weite des Bündchens einstellen könnt. Das ist super praktisch für die voranschreitende Schwangerschaft und den wachsenden Bauch! Ansonsten kann es passieren, dass ihr noch mal Geld für eine größere Hose ausgeben müsst.

Knopfbund
Knopfleiste am Hosenbund

Hier muss ich noch mein Lieblingsteil in der Schwangerschaft präsentieren:

DER JOGGER

Jogger H&M
Jogger für gemütliches rumlümmeln auf dem Sofa.

Ich lieeeebe meinen Jogger von H&M!!! Es war die beste Entscheidung meines Lebens Geld in dieses Kleidungsstück zu investieren. Es fühlt sich einfach wie eine zweite Haut an, es drückt und zwickt nicht und ist perfekt für gemütliche Abende (oder den ganzen Tag) auf dem Sofa.

Falls ihr nicht wisst wo ihr Schwangerschaftsmode findet, ich habe hauptsächlich in den folgenden Shops eingekauft oder kann diese empfehlen (es gibt aber natürlich viele weitere Marken):

H&M

Esprit

BonPrix

Mama licious

Asos

Liebe Grüße

Helen

Allgemein · Schwangerschaft

3. Trimester Rückblick

Das dritte Trimester verläuft nach dem Motto: langsam rückt die Geburt näher. Verglichen zu dem ersten Trimester, was so gar nicht rumgehen wollte verging das zweite Trimester umso schneller und das dritte? Ich hatte den Eindruck nach dem ich den 6. Schwangerschaft Monate erreicht hatte, ging plötzlich alles ganz ganz schnell. Im ersten und zweiten Trimester schwebte ich noch auf einer Art Schwangerschaftswolke. Das heißt ich konnte mich auf der Arbeit nicht mehr so gut konzentrieren, alle meine Gedanken drehten sich um die Entwicklung des Fötus, Babykleidung, Möbel und die ganzen Veränderung die uns noch bevorstehen. Meine Gedanken kreisten also immer um die Schwangerschaft. Im Januar, als die Mutterschutzfrist immer näher rückte, hatte ich aber endlich meinen Ehrgeiz und Elan für die Arbeit wieder, wodurch der Arbeitstag viel schneller rumging. Auf der Arbeit wollte ich so viel wie möglich fertig machen, um kein Chaos oder unfertige Projekte an meine Kollegen zu hinterlassen. Das einzige Problem mit der Arbeit war, dass ich fast den ganzen Tag sitzen musste. Ich hatte ziemlich unangenehme Rückenschmerzen, die in einer Woche sogar zu Ischias Schmerzen wurden. Irgendwann habe ich angefangen ein Kissen zwischen Sitzlehne und Rücken zu positionieren, das hilft den unteren Rücken aufrecht zu halten. Außerdem habe ich versucht 1x die Woche schwimmen zugehen. Das wichtigste dabei ist es wohl regelmäßig zu betreiben, denn erst dann spürte ich eine Erleichterung.

Irgendwann mit 30+ bekam ich auch noch Sodbrennen, das ist wirklich unangenehm. Nach jeder Mahlzeit muss man Angst haben, dass dieses doofe Gefühl im Magen und Kehle wiederkommt. Ich habe natürlich nach Tipps gegoogelt und muss sagen mir hat Milch trinken und vor allem Mandeln essen geholfen.

Im Januar hatten wir gegen jede Erwartung ein Heim für uns gefunden und mussten einiges mit Behörden/ Banken/ Vorbesitzern klären. Diese Zeit war wirklich anstrengend, 10h Arbeit+pendeln dann zwischendurch Behörden/Banken anrufen oder nachmittags irgendwelche Termine. Puhh, zum Glück war zum Ende Februar alles erledigt und wir konnten anfangen den Umzug vorzubereiten. Ich war also im 7ten/ 8ten Monat schwanger und jetzt noch mal komplett umziehen an einen neuen Ort wo man noch keinen kennt. Ihr könnt euch vorstellen wie aufgewühlt ich an manchen Tagen war, denn ich hatte mich geistlich schon drauf eingestellt, dass ich das Baby erstmal in unserer Wohnung großziehe. Außerdem musste das Einrichten des Babyzimmers wieder verschoben werden. ARGH!

Zum Glück hatte ich noch 15 Tage Urlaub für das Jahr und habe diese direkt vor meinem Mutterschutz genommen, das heißt ich war in der 33 SSW. raus aus der Arbeit und konnte mich langsam um das Einpacken der Sachen kümmern. In diesem Trimester hatte ich immer das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit habe, um mich auf die Schwangerschaft einzulassen oder sie bewusst wahrzunehmen (zum Glück wurde das aber irgendwann besser).

Nunja als der Umzug nun anstand habe ich natürlich nicht viel gemacht also nichts schweres getragen o.Ä. aber es war trotzdem ziemlich aufregend. Auch die Wochen danach musste ich noch einige Besorgungen für das Haus machen, da uns einfach sehr viel Möbel und Zubehör fehlte. Außerdem konnte ich endlich das Babyzimmer fertig machen! Hier sehr ihr das Mobile was ich über der Kommode hingehängt habe. Es kam aber natürlich wie es kommen sollte, in der 35. SSW zeigte das CTG leichte Wehen. Alle meine Kolleginnen hatten mich schon davor gewarnt, dass sie nach dem Umzug mit Wehen im Krankenhaus lagen, aber ich dachte natürlich nee das passiert mir schon nicht. Nun denn die Kontraktionen waren zum Glück nicht so stark und ich fühlte mich auch gar nicht danach. Klar der Bauch wurde hart, aber das es Wehen waren, war mir nicht so bewusst. Meine Frauenärztin schaute nach dem Gebärmutterhals und auch er hatte sich von 3 cm auf 2 cm verkürzt. Zum Glück war die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten, sonst hätten sie mich bestimmt ins Krankenhaus gebracht, aber so habe ich Schonung und Magnesium+Bryphyllum verschrieben bekommen. Magnesium habe ich übrigens schon die ganze Schwangerschaft über genommen, weil ich immer so ein Ziehen und Drücken im Unterleib hatte, das hat mir wirklich geholfen und ich hatte diese Beschwerden seltener. Nach Ostern also zum Ende der SSW 36+ habe ich alles abgesetzt, damit die richtigen Wehen nicht „aufgehalten“ oder verzögert werden.

Ich bin jetzt bei 38+ SSW und ich fühle mich langsam wie ein Walross. Der Bauch ist so groß geworden und schränkt mich immer mehr in der Bewegungsfreiheit ein. Wenn ich mal aufstehen will, muss Ich mich vom Sofa oder Bett runterrobben, ich glaube das sieht sehr ulkig aus. Ich spüre den Bauch plötzlich an irgendwelchen Gegenständen andocken usw. Ich hatte eine größtenteils schöne und komplikationsfreie Schwangerschaft, aber langsam habe auch ich keine Lust mehr. Alles ist so anstrengend: beim Spazierengehen komme ich ziemlich schnell aus der Puste und danach schmerzt das Becken irgendwie, als ob sich die Sehnen/Bänder lockern. Ich kann nicht mehr so lange Autofahren, weil mein Magen beim sitzen so sehr zusammengedrückt wird. Ich habe überall Verspannungen durch die wenige Bewegung, ja so langsam darf er kommen. Mal sehen wann er sich auf den Weg macht. Wir sind vorbereitet und voller Vorfreude.

Eure Helen