Allgemein · Schwangerschaft

3. Trimester Rückblick

Das dritte Trimester verläuft nach dem Motto: langsam rückt die Geburt näher. Verglichen zu dem ersten Trimester, was so gar nicht rumgehen wollte verging das zweite Trimester umso schneller und das dritte? Ich hatte den Eindruck nach dem ich den 6. Schwangerschaft Monate erreicht hatte, ging plötzlich alles ganz ganz schnell. Im ersten und zweiten Trimester schwebte ich noch auf einer Art Schwangerschaftswolke. Das heißt ich konnte mich auf der Arbeit nicht mehr so gut konzentrieren, alle meine Gedanken drehten sich um die Entwicklung des Fötus, Babykleidung, Möbel und die ganzen Veränderung die uns noch bevorstehen. Meine Gedanken kreisten also immer um die Schwangerschaft. Im Januar, als die Mutterschutzfrist immer näher rückte, hatte ich aber endlich meinen Ehrgeiz und Elan für die Arbeit wieder, wodurch der Arbeitstag viel schneller rumging. Auf der Arbeit wollte ich so viel wie möglich fertig machen, um kein Chaos oder unfertige Projekte an meine Kollegen zu hinterlassen. Das einzige Problem mit der Arbeit war, dass ich fast den ganzen Tag sitzen musste. Ich hatte ziemlich unangenehme Rückenschmerzen, die in einer Woche sogar zu Ischias Schmerzen wurden. Irgendwann habe ich angefangen ein Kissen zwischen Sitzlehne und Rücken zu positionieren, das hilft den unteren Rücken aufrecht zu halten. Außerdem habe ich versucht 1x die Woche schwimmen zugehen. Das wichtigste dabei ist es wohl regelmäßig zu betreiben, denn erst dann spürte ich eine Erleichterung.

Irgendwann mit 30+ bekam ich auch noch Sodbrennen, das ist wirklich unangenehm. Nach jeder Mahlzeit muss man Angst haben, dass dieses doofe Gefühl im Magen und Kehle wiederkommt. Ich habe natürlich nach Tipps gegoogelt und muss sagen mir hat Milch trinken und vor allem Mandeln essen geholfen.

Im Januar hatten wir gegen jede Erwartung ein Heim für uns gefunden und mussten einiges mit Behörden/ Banken/ Vorbesitzern klären. Diese Zeit war wirklich anstrengend, 10h Arbeit+pendeln dann zwischendurch Behörden/Banken anrufen oder nachmittags irgendwelche Termine. Puhh, zum Glück war zum Ende Februar alles erledigt und wir konnten anfangen den Umzug vorzubereiten. Ich war also im 7ten/ 8ten Monat schwanger und jetzt noch mal komplett umziehen an einen neuen Ort wo man noch keinen kennt. Ihr könnt euch vorstellen wie aufgewühlt ich an manchen Tagen war, denn ich hatte mich geistlich schon drauf eingestellt, dass ich das Baby erstmal in unserer Wohnung großziehe. Außerdem musste das Einrichten des Babyzimmers wieder verschoben werden. ARGH!

Zum Glück hatte ich noch 15 Tage Urlaub für das Jahr und habe diese direkt vor meinem Mutterschutz genommen, das heißt ich war in der 33 SSW. raus aus der Arbeit und konnte mich langsam um das Einpacken der Sachen kümmern. In diesem Trimester hatte ich immer das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit habe, um mich auf die Schwangerschaft einzulassen oder sie bewusst wahrzunehmen (zum Glück wurde das aber irgendwann besser).

Nunja als der Umzug nun anstand habe ich natürlich nicht viel gemacht also nichts schweres getragen o.Ä. aber es war trotzdem ziemlich aufregend. Auch die Wochen danach musste ich noch einige Besorgungen für das Haus machen, da uns einfach sehr viel Möbel und Zubehör fehlte. Außerdem konnte ich endlich das Babyzimmer fertig machen! Hier sehr ihr das Mobile was ich über der Kommode hingehängt habe. Es kam aber natürlich wie es kommen sollte, in der 35. SSW zeigte das CTG leichte Wehen. Alle meine Kolleginnen hatten mich schon davor gewarnt, dass sie nach dem Umzug mit Wehen im Krankenhaus lagen, aber ich dachte natürlich nee das passiert mir schon nicht. Nun denn die Kontraktionen waren zum Glück nicht so stark und ich fühlte mich auch gar nicht danach. Klar der Bauch wurde hart, aber das es Wehen waren, war mir nicht so bewusst. Meine Frauenärztin schaute nach dem Gebärmutterhals und auch er hatte sich von 3 cm auf 2 cm verkürzt. Zum Glück war die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten, sonst hätten sie mich bestimmt ins Krankenhaus gebracht, aber so habe ich Schonung und Magnesium+Bryphyllum verschrieben bekommen. Magnesium habe ich übrigens schon die ganze Schwangerschaft über genommen, weil ich immer so ein Ziehen und Drücken im Unterleib hatte, das hat mir wirklich geholfen und ich hatte diese Beschwerden seltener. Nach Ostern also zum Ende der SSW 36+ habe ich alles abgesetzt, damit die richtigen Wehen nicht „aufgehalten“ oder verzögert werden.

Ich bin jetzt bei 38+ SSW und ich fühle mich langsam wie ein Walross. Der Bauch ist so groß geworden und schränkt mich immer mehr in der Bewegungsfreiheit ein. Wenn ich mal aufstehen will, muss Ich mich vom Sofa oder Bett runterrobben, ich glaube das sieht sehr ulkig aus. Ich spüre den Bauch plötzlich an irgendwelchen Gegenständen andocken usw. Ich hatte eine größtenteils schöne und komplikationsfreie Schwangerschaft, aber langsam habe auch ich keine Lust mehr. Alles ist so anstrengend: beim Spazierengehen komme ich ziemlich schnell aus der Puste und danach schmerzt das Becken irgendwie, als ob sich die Sehnen/Bänder lockern. Ich kann nicht mehr so lange Autofahren, weil mein Magen beim sitzen so sehr zusammengedrückt wird. Ich habe überall Verspannungen durch die wenige Bewegung, ja so langsam darf er kommen. Mal sehen wann er sich auf den Weg macht. Wir sind vorbereitet und voller Vorfreude.

Eure Helen

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