Allgemein · Schwangerschaft

1. Trimester Rückblick

Die Schwangerschaft neigt sich langsam dem Ende hin und ich habe mir überlegt einen kleinen Rückblick bzw. ein Resümee über die drei Trimestern zu ziehen.

Ganz am Anfang stand natürlich das schwanger werden im Mittelpunkt. Mein Mann und ich waren sehr gespannt wie schnell oder langsam die ganze Angelegenheit wohl dauern wird. Am Anfang hat wohl jeder die heimliche Sorge, ob es überhaupt klappen wird. Bis dato macht sich wohl kaum jemand Gedanken über die eigene Fruchtbarkeit, obwohl die Statistik eine ziemlich klare Sprache spricht. Frauen mit 20-25 Jahren sind am Fruchtbarsten, danach geht sie langsam aber sicher zurück. Naja wir wollten nicht gleich vom schlimmsten ausgehen, aber ich finde man setzt sich doch leicht unter Druck wenn man weiß, dass man nicht mehr im optimalen Alter ist und der optimale Zeitpunkt einer Befruchtung sich auf 2 Tage pro Monat beschränkt. Bei all diesen Gedanken um die Fruchtbarkeit hat es bei uns doch ziemlich schnell geklappt, genau gesagt nach dem dritten Monat. Man liest zwar überall dass bis zu 1 Jahr „probieren“ normal sein kann, aber ich weiß nicht ob ich es soo lange ausgehalten hätte. Ich war schon ziemlich ungeduldig und hab uns beide etwas unter Druck gesetzt…Rückblickend total dämlich und eher kontraproduktiv für die ganze Angelegenheit, aber ich hatte es mir so sehr gewünscht! Bei dem nächsten Kind wäre ich natürlich auch viel entspannter und würde nicht immer auf meine Menstruations-App schauen, um die fruchtbarsten Tage zubestimmen…

Jedenfalls eines Tages kam meine Periode nicht und ich entschloss einen Schwangerschaftstest zu machen. Ich ging also in einen Drogeriefachmarkt und besorgte mir einen Schwangerschaftstest und TADA er war POSITIV!!! Jipi worauf ich gewartet habe hat sich endlich erfüllt! Zur Sicherheit habe ich noch einen zweiten Test gemacht, der das erste Ergebnis zum Glück bestätigte. Meinem Ehemann habe ich es wie folgt offenbart: der positive Test wurde als Geschenk verpackt  und ihm vor die Nase gestellt – er hat sich ebenfalls riesig gefreut und wir beide waren einfach nur glücklich.

Erlebnis Schwangerschaft beginnt:

In den ersten Wochen war eigentlich alles wie immer. Ich habe keinen Unterschied gemerkt, das Baby ist ja nur ein Zellhaufen.

Ich frag mich wo dieses Bild herkommt dass Schwangere nur am Essen sind, das erste was ich darüber lernte war, dass Schwangere sich in ihren Essgewohnheiten ganz schön einschränken müssen. Bloß keinen geräucherten Schinken, Lachs oder Salami essen. Aber ich liiieeeebbbe doch Salami, das ist so ziemlich die einzige Wurst die mir wirklich schmeckt. Verdammt noch mal! Ok erst mal drauf verzichten…

Dann wird immer impliziert, dass auf ungewaschenen Lebensmitteln über all Toxoplasmose lauert, also alles gut abwaschen etc. Ganz zu schweigen von Produkten wo rohe oder nicht durchgegarte Lebensmittel verarbeitet werden alá Mayonnaise (Ei), Pasteten, Steaks (raw), Sushi…alles voll mit irgendwelchen Bakterien! Wie habe ich das ganze Zeug nur vorher essen können. Alles was in diesen Ratgebern stand habe ich erst mal weggelassen.

Neben der Panik vor den Bakterien, kam natürlich die Sorge um die Entwicklung des Embryos. Im ersten Trimester ist das Fehlgeburtsrisiko am höchstens, denn in dieser Phase werden alle Anlagen für das spätere Baby gelegt. Geht bei diesem Prozess etwas schief, kann es sein das es nicht lebensfähig ist und vom Körper entsprechend abgestoßen wird. Ist von der Natur sinnvoll erdacht, ist es für die werdenden Eltern natürlich kein schöner Trost.

Nach dem ich das erste Mal bei meiner Frauenärztin zur Bestätigung der Schwangerschaft war, sollte ich alle 4 Wochen zum Kontrolltermin kommen. Ich muss sagen ich war am Anfang immer sehr aufgeregt: hoffentlich entwickelt sich das Würmchen entsprechend, hoffentlich schlägt das Herz usw.

Ich war auf diese Rückmeldung ziemlich angewiesen, denn am Anfang spürt man noch nichts von dem kleinen Leben. Ich muss auch zugeben ich wurde von Schwangerschaftsbeschwerden ziemlich verschont. Mir war zum Beispiel nie übel, höchsten 2x in der Nacht aber da fühlte sich der Magen einfach nur schwummerig an. Die einzigen Beschwerden die ich hatte waren Kreislaufprobleme nach dem Aufstehen und eine Art Müdigkeit. Bei der Müdigkeit bin ich mir aber bis heute nicht sicher, ob es von der Schwangerschaft oder von meiner Arbeit kam. Ich hatte nämlich eine 40h/ Woche mit jeweils 1h pendeln pro Richtung. Das hat ganz schön an meinen Kraftreserven gezerrt. Außerdem war ich so über die Schwangerschaft aufgeregt, dass ich es meinem Chef ziemlich früh erzählt habe. Ich glaube es war in der 6ten Schwangerschaftswoche, er war auch etwas baff – hat sich aber für mich gefreut. Dazu muss ich noch sagen, dass ich in einem Labor arbeite wo es ein paar Chemikalien gibt die Krebserregend sind. Normalerweise reichen da spezielle Handschuhe und es ist alles nicht so wild, aber als Schwangere will man sicher gehen um dem Embryo nicht zu schaden.

Ein Schwangerschaftsouting, auch der Familie gegenüber, haben wir erst ab der 12 Woche gemacht. Wir dachten das wäre für uns und die Anderen besser. Ich hatte einfach keine Lust mich immer rechtfertigen zu müssen oder ausgefragt zu werden, außerdem wollte ich den zukünftigen Omas die Enttäuschung vermeiden wenn es doch zu einer Fehlgeburt gekommen wäre.Das erste Trimester verlief also ziemlich unspektakulär und ruhig, aber dafür war ich (und ich denke mein Mann auch) ziemlich dankbar.

Eure Helen

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