Allgemein · Schwangerschaft

Und plötzlich bist du Mama…

Ich habe lange darüber nachgedacht wie ich meinen Blog nennen soll. Soll es meinen Namen enthalten? Oder Schlagwörter wie Schwangerschaft, Mutterglück, Baby, Kind etc. pp.? Das klang alles so unpersönlich und nichts sagend. Außerdem was soll sich der Leser denken, wenn er diese URL Adresse sieht, es impliziert doch sofort eine Erwartungshaltung für die Inhalte im Blog.

Ich habe mich für „undplötzlichbistdumama“ entschieden, weil mich dieser neue Lebensabschnitt selbst so überrascht und überwältigt. Bei dem Gedanken bald Mutter zu werden steigt bei mir eine große Ehrfurcht auf. Die Aufgaben und Verantwortung die es mit sich bringt sind einfach so unfassbar und doch das normalste und natürlichste der Welt.

In meinem Umfeld bin ich bzw. sind wir eins der ersten Paare die ein Kind bekommen und in meinem bisherigen Leben haben Kinder keine große Rolle gespielt, denn ich hatte wenig Umgang mit Babies oder Kleinkindern. In meiner Verwandtschaft oder bei Freunden gab es einfach keine Babies an den man sich für diese Rolle austesten oder vorbereiten konnte. Auch habe ich als Teenager nie den Babysitter gespielt. Als Jugendliche hatte ich fast schon Angst vor Babies – es war einfach eine innere Hemmung sie anzufassen und die unbegründete Angst davor sie könnten zu weinen anfangen. Ich denke einige junge Frauen haben diese Phase im Leben, in der man denkt „ich will niemals Kinder haben“ sondern lieber Karriere machen.

Nun denn wenn man älter und reifer wird und den passenden Partner findet ändert sich diese Ansicht recht schnell! Nun bin ich in der 37. SSW und erwarte bald mein erstes Kind.

Mir ist am Anfang der Schwangerschaft aufgefallen, dass Themen die Schwangerschaft, Geburt und Kinder betreffen häufig eine Art Mysterium sind. Es liegt wohl daran, wie schon erwähnt, dass ich wenig Kontakt zu Babies/Kindern und Eltern hatte, bevor ich schwanger wurde und man als junge Frau andere Interessen hat als Windelinhalt oder Erziehungsmethoden. Frau weiß wie sie die Schwangerschaft verhindern kann, aber wie steht es darum wenn man ein Kind möchte und was macht es mit dem Körper und dem bisherigen Leben? Es scheint mir ein so neuer/ abgekapselter Lebensabschnitt zu sein, in den man erst richtig einsehen kann wenn man selbst in ihn eintritt. Vielleicht werden heutzutage auch einfach zu wenig Babies geboren, denn viele jüngere Freundinnen haben wie ich am Anfang, ein ziemlich großes Fragezeichen in den Augen, wenn es um Schwangerschaft und Kinder geht.

Seit dem ich schwanger bin habe ich sooo unendlich viel über meinen Körper und die Entwicklungsprozesse des Babies gelernt. Die Zeit verrann am Anfang so langsam und ich dachte wow noch 9 Monate vor mir – das ist doch fast ein ganzes Jahr!!! Seit aber die Hälfte der Zeit um ist, verrennt die Zeit ungemein schnell, dass ich denke „ohje…und dann bist du plötzlich Mama! Bin ich überhaupt darauf vorbereitet!?“
Manchmal überkommt mich eine leichte Panik an den Gedanken dass der Kleine bald da ist. Man bekommt ja leider keine Bedienungsanleitung mit dem Baby mitgeliefert. Ich versuche die ganze Sache so unvoreingenommen wie es geht auf mich zukommen zu lassen. Ich will nicht schon festgefahrene Erwartungen und Verhaltensmuster auf das Baby projizieren, da man dadurch nur enttäuscht werden kann. Außerdem ist jedes Wesen anders und was bei dem einen funktioniert muss nicht unbedingt bei dem zweiten so sein.

Jedenfalls bin ich momentan hin und hergerissen zwischen Vorfreude, Angst und Interesse auf das neue Lebewesen. Es kommt mir nur manchmal so surreal vor, dass in ein paar Wochen ein kleines Wesen aus mir rauskommt und unsere Welt auf den Kopf stellen wird. Ich habe den Titel „und plötzlich Mama“ gewählt, um mein Gefühl von diesem Umbruch Ausdruck zu verleihen und meine Gedanken zu dem Thema halbwegs geordnet wiederzugeben. In den nächsten Wochen wollte ich versuchen meine Beobachtungen niederzuschreiben und hier teilen.

Bis bald Eure Helen

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